Basketball-Bundesliga Eisbären trennen sich von Kris Jenkins

Basketball-Bundesligist Eisbären Bremerhaven hat den Vertrag mit Flügelspieler Kris Jenkins wegen fehlender Fitness in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Die Initiative dazu kam vom US-Amerikaner selbst.
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Eisbären trennen sich von Kris Jenkins
Von Frank Büter

Bremerhaven. Die Eisbären Bremerhaven werden in diesen Tagen noch einmal auf dem Spielermarkt aktiv. Der Basketball-Bundesligist hat sich vom US-Amerikaner Kris Jenkins getrennt und ist nun bemüht, den frei gewordenen sechsten Ausländerplatz im Kader zeitnah neu zu besetzen. Die Initiative zur letztlich einvernehmlichen Vertragsauflösung ging dabei von Kris Jenkins selbst aus. Der 24-Jährige war unzufrieden mit seiner Situation und hatte in Gesprächen mit den Verantwortlichen um Headcoach Arne Woltmann und Sportdirektor Dan Panaggio mehrfach mehr Spielzeit eingefordert – die aber konnte und wollte ihm die Sportliche Leitung nicht zusagen.

„Kris war nicht auf dem Fitnesslevel, auf dem wir ihn gerade im Rebound und in der Verteidigung gebraucht hätten“, sagt Arne Woltmann. „Daran ist es gescheitert.“ Mal wieder, muss man ergänzend anfügen. Denn bereits bei seinen vorherigen Stationen, zuletzt bei den Yakima SunKings, für die er zu Jahresbeginn 15 Partien in der nordamerikanischen Basketball-League NABL absolviert hatte, war Flügelspieler Jenkins wegen seines Übergewichts aussortiert worden. „Es war uns bekannt, dass er deshalb zuvor schon seine Jobs verloren hat – und jetzt ist es wieder passiert“, sagt Woltmann.

Die Hoffnung, dass Kris Jenkins, der vor seiner Verpflichtung in der Sport-Akademie von Dan Panaggio in Daytona Beach/Florida intensiv getestet worden war, eben diese Gewichtsprobleme nun in Bremerhaven in den Griff bekommen würde, hat sich somit nicht erfüllt. „Er ist talentiert, aber einfach nicht fit“, sagt Woltmann über den 1,98-Meter-Mann. „Ihm fehlt die nötige Disziplin.“

Fast Food statt Diät: Jenkins Gewichtsproblem war allzu offensichtlich – und gerade deshalb hat es für den früheren College-Akteur der Villanova Wildcats (Pennsylvania) bei den Eisbären auch nicht zum Durchbruch gereicht. In fünf Ligaspielen kam der 24-Jährige im Schnitt weniger als zehn Minuten zum Einsatz und erzielte dabei insgesamt nur 19 Punkte. Für einen Spieler, der einen der sechs Kontingentplätze im Kader belegt, ist das schlichtweg zu wenig.

„Das ist nicht unser Anspruch“, sagt auch Arne Woltmann. Also wurde der Vertrag mit dem wechselwilligen Jenkins nun aufgelöst; schon im jüngsten Auswärtsspiel in Jena war der Flügelspieler nicht mehr dabei. Nach der Trennung haben die Eisbären nun einen Ausländerplatz im Kader frei. Die Entwicklung kommt für die Verantwortlichen indes nicht überraschend. Bereits in den vergangenen Wochen haben die Eisbären daher den Spielermarkt sondiert; „und jetzt forcieren wir das Ganze“, sagt Woltmann. Bremerhavens Sportdirektor Dan Panaggio, der aktuell in Florida weilt, nimmt in seiner Akademie bereits mögliche Kandidaten persönlich unter die Lupe. Einen Schnellschuss soll es dabei aber nicht geben, „Panik“, sagt Woltmann, „ist ein schlechter Berater“. Und weil die Nachverpflichtung für die Flügelpositionen drei und vier auch über eine spezielle Qualität verfügen soll, geht der Cheftrainer davon aus, dass der Neuzugang „nicht heute und nicht morgen“ präsentiert wird.

Mit einem Neuner-Kader, darunter auch wieder der zuletzt angeschlagene und in Jena nicht eingesetzte Fabian Bleck, bereiten sich die Eisbären nun auf die am Freitag um 20.30 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven anstehende Heimpartie gegen den Mitteldeutschen BC vor. Nach drei Siegen aus den bisherigen sechs Partien spricht Woltmann von einem gelungenen Start, mit dem man angesichts des schweren Auftaktprogramms erst mal zufrieden sein könne. Gleichwohl gelte es nun, gegen das noch sieglose Schlusslicht aus Weißenfels die Favoritenrolle anzunehmen und einen weiteren Sieg einzufahren. „Damit“, sagt Arne Woltmann, „würden wir den wertvollen Erfolg in Jena veredeln.“

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