Fußball-Bremen-Liga Für SAV und BSV zählen nur Siege

Mit den Themen Meisterschaft und Abstieg müssen sich die SG Aumund-Vegesack und Blumenthaler SV nicht mehr beschäftigen. Dennoch stehen sie in den letzten vier Spielen der Saison 2018/19 unter Druck.
25.04.2019, 15:18
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Klaus Grunewald

Vegesack. Mit den Themen Meisterschaft und Abstieg müssen sich die beiden Fußball-Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack und Blumenthaler SV nicht mehr beschäftigen. Dennoch stehen sie in den letzten vier Spielen der Saison 2018/19 unter Druck. Schließlich wollen sich beide Teams für das attraktive Hallenturnier im Dezember in der ÖVB-Arena qualifizieren. Und diesbezüglich helfen an diesem Wochenende natürlich am besten Siege. Die SAV empfängt am Sonnabend um 14 Uhr den ESC Geestemünde im Vegesacker Stadion, die Burgwallelf muss am Sonntag um 15.30 Uhr bei SFL Bremerhaven am Mecklenburger Weg 178 antreten.

SG Aumund-Vegesack – ESC Geestemünde: Neun Siege, fünf Unentschieden und zwölf Niederlagen stehen bei den Vegesackern nach 26 Pflichtspielen zu Buche. Eine Bilanz, die die Ansprüche des Teams und ihres Trainer nicht widerspiegelt. Schließlich war das Ziel, am Saisonende zum oberen Drittel der Bremen-Liga zu gehören. Doch jetzt droht sogar der achte Tabellenplatz und damit die Hallenturnier-Teilnahme aus dem Blick zu geraten. Nach der jüngsten 1:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten BTS Neustadt beträgt die Differenz zum achten Rang, den gegenwärtig der Nachbarschaftsrivale Blumenthaler SV belegt, vier Punkte.

Die Pleite in der Neustadt hat die Mannschaft nach den Worten von Trainer Björn Krämer indes abgehakt. Die Trainingsbeteiligung sei gut und engagiert gewesen, jetzt müsse der Blick fest nach oben gerichtet werden. Mit anderen Worten: Sich in den letzten vier Saisonspielen um zwei Tabellenplätze zu verbessern, ist das Vorhaben der SAV. Und der Spielplan will es, dass die Nordbremer noch drei Mal auf Konkurrenten aus der Seestadt treffen. Deren Saisonziele ebenfalls dazu angetan sind, alle Kräfte zu mobilisieren. Der ESC Geestemünde und die Leher Turnerschaft wollen die Turnierteilnahme, der OSC Bremerhaven die Liga-Zugehörigkeit realisieren. Außerdem gastiert noch der BSC Hastedt im Vegesacker Stadion, der ebenfalls ein Konkurrent um den achten Tabellenplatz ist.

„Solange noch die Hoffnung besteht, das letzte ehrgeizige Saisonziel zu erreichen, werden wir alles herausholen“, hat Krämer seinen Schützlingen eingeimpft. Allerdings muss er möglicherweise auf seinen Kapitän Andy Radke verzichten, der sich im Training eine Wadenverletzung zugezogen hat. Wieder auflaufen können dagegen Mittelstürmer Bashkim Toski nach auskuriertem Muskelfaserriss sowie Defensivmann Marius Bosse, den eine Zerrung außer Gefecht gesetzt hatte. Das Hinspiel hatten die Geestemünder knapp mit 4:3 für sich entschieden. Überhaupt hat der Tabellenfünfte bislang vor allem von seiner starken Offensive profitiert. Nur der Bremer SV (105) und der FC Oberneuland (117) haben mehr Treffer als der ESC (93) erzielt. Allerdings hat sich ihr torgefährlicher Mittelfeldspieler Tim Klowat im Winter dem Bremer SV angeschlossen.

SFL Bremerhaven – Blumenthaler SV: Gewiss, das magere und überaus glückliche 1:1 am 13. April gegen den SC Borgfeld war für den Blumenthaler SV ein Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten. „Das darf sich an diesem Sonntag beim Tabellendritten aus der Seestadt auf gar keinen Fall wiederholen“, sagt Blumenthals Trainer Dennis Spitzer. Verständlich, denn die Nordbremer haben sich nach dem langen erfolgreichen Marsch aus der Abstiegsregion auf den achten Tabellenplatz vorgearbeitet. Und den zumindest gelte es jetzt unter allen Umständen zu verteidigen, um beim Hallenturnier mitmischen zu können, sagt der BSV-Coach.

Der Blick auf das Restprogramm der Burgwallelf unterstreicht denn auch die Bedeutung des angestrebten Auswärtserfolgs. Schließlich müssen die Blumenthaler nach der Reise in die Seestadt noch gegen den Brinkumer SV, beim Habenhauser FV und am letzten Spieltag (19. Mai) gegen den FC Oberneuland antreten. Weil die punktgleichen Brinkumer (36) ebenfalls das Hallenspektakel anstreben, Habenhausen mit aller Macht den Abstieg verhindern will und Oberneuland bislang nur vom Titelkandidaten Bremer SV gebremst werden konnte, ist die Aufgabe für die Mannschaft von Denis Spitzer an diesem Sonntag die vermeintlich leichteste.

Das Auftreten des personell gegenüber der Vorsaison kaum veränderten Aufsteigers SFL Bremerhaven fordert auch Denis Spitzer Respekt ab: "SFL Bremerhaven überzeugt mit einer körperlich starken und diszipliniert auftretenden Mannschaft, die das schnelle Umschaltspiel beherrscht.“ Dennoch soll die Auswärtspartie in der Seestadt als Revanche genutzt werden, um den achten Rang zu behaupten. Spitzer: „Angesichts unseres Restprogramms müssen wir optimal punkten.“ Allerdings hat seine junge Mannschaft einen herben personellen Verlust zu verkraften. Ihr torgefährlicher Stoßstürmer Avni-Serdar Güngör hat sich im Spiel gegen den SC Borgfeld einen Kreuzbandriss zugezogen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+