Fußball-Glosse Wie wäre es mit Schnick, Schnack, Schnuck?

Die Pokalwettbewerbe der Landesverbände hängen in der Warteschleife. Wie soll's weitergehen? Auf dem Rasen womöglich? Wieso? Vielleicht doch eher mit Armdrücken der Kapitäne oder per Schnick-Schnack, Schnuck?
19.05.2020, 07:42
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Wie wäre es mit Schnick, Schnack, Schnuck?
Von Tobias Dohr

Bei den Profis wird gespielt, bei den Amateuren bald gelost. Oder vielleicht sogar geschnuckt? Die Fußball-Landesverbände suchen nach Lösungen, wie sie die Pokal-Wettbewerbe zu Ende bringen können. Denn wenn der DFB Anfang August die 1. Pokal-Hauptrunde ausspielen will, dann müssen die Landesverbände auch ihre Teilnehmer benennen. Egal wie. The show must go on. Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch im Pokal. Deshalb möchte man den Verbänden fast zurufen: Seid jetzt mal kreativ!

Warum in dieser aktuell völlig absurden Fußballwelt nicht mal ganz neue Wege beschreiten? Wenn die Profis spielen dürfen wie eh und je, beim Jubeln oder Duschen aber Sicherheitsabstände einhalten müssen, dann kann man die Realität doch auch mal auf Amateurebene völlig ad absurdum führen. Die Pokalsieger nur auszulosen wäre doch völlig verschenkt. Vielleicht sollten Hagens FIFA-Experten Erik Köhler und Fabio Hausmann den NFV-Pokal mit ihren Widersachern einfach an der PlayStation auszocken. Obwohl, ne, viel zu langweilig. Dann doch lieber Schnick-Schnack-Schnuck via Videokonferenz. Borgfelds Trainer Lutz Repschläger und Oberneulands Coach Kristian Arambasic spielen 90 Minuten lange Schere, Stein, Papier - dann steht der Finalist fest.

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Oder noch besser: Wie wäre es mit einer Runde Armdrücken? Hagens Marlo Burdorf gegen seinen Kapitänskollegen aus Celle... ach nee, schade, geht ja nicht... ist ja verboten. Hätten wir gerne redaktionell begleitet. Naja, dann vielleicht ne Runde Online-Kniffel? Oder aber Borgfelds Stürmer Christopher Taylor duelliert sich mit dem Oberneuländer Torjäger Ebrima Jobe im Lattenschießen? 90 Schuss, dann ist Schluss. Vielleicht sollte man aber auch mal über ein Quiz nachdenken. Hagens Torwart Yannick Becker muss sämtliche Hygienekonzepte des NFV, DOSB und Landessportbund auswendig lernen und tritt dann in den Wissenswettstreit mit seinem Celler Kollegen. Moderiert wird das ganze von NFV-Präsident Günter Distelrath.

Wer weiß, vielleicht macht eines dieser Beispiele am Ende ja Schule und der DFB übernimmt das Modell auch für seinen Pokal-Wettbewerb. Um Fußball als solchen scheint es ja im Moment ohnehin nicht mehr zu gehen. Und Schnick-Schnack-Schnuck zwischen Robert Lewandowski und Erling Haaland werden sich vermutlich auch noch Millionen von Menschen auf Sky anschauen. Am Ende schnucken wir dann die ganze Bundesliga aus – und dann kann Werder Bremen endlich auch mal wieder Deutscher Meister werden. Oder der Hamburger SV aufsteigen. Man muss nur kreativ sein in dieser verrückten (Fußball-)Welt.

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