Stage benötigt Zeit Das Werder-Saisonabschluss-Zeugnis, Teil 2: Mittelfeld

Welcher Spieler hat sich bei Werder Bremen besonders gut geschlagen in der Saison 2022/23, wer konnte nicht überzeugen? Im zweiten Teil des dreiteiligen Saison-Abschlusszeugnisses: das Mittelfeld.
07.06.2023, 18:22 Uhr
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus

Die Namen auf den einzelnen Positionen variierten durchaus, die taktische Grundordnung war allerdings in Stein gemeißelt. Ein Sechser, davor zwei Achter – so sah das Mittelfeld des Aufsteigers SV Werder Bremen während der abgelaufenen Bundesligasaison 2022/2023 in jedem Spiel aus. Welcher Profi sich dabei wie geschlagen hat, zeigt der zweite Teil des großen Saison-Abschlusszeugnisses unserer Deichstube.

Christian Groß: Der Routinier war in den meisten Fällen die erste Wahl von Trainer Ole Werner, wenn es um die Besetzung der Sechserposition vor der Abwehr ging. Zwar erwischte Groß einige rabenschwarze Tage wie etwa bei 3:4 gegen Frankfurt (Note 5) und beim 1:6 in München (Note 6), grundsätzlich waren seine Auftritte aber solide bis gut. Seine besten Spiele zeigte Groß beim 2:1 gegen Wolfsburg und beim 4:2 gegen Hertha BSC (jeweils Note 1,5) und erzielte beim 1:2 in der Hinrunde gegen RB Leipzig zudem sein erstes Bundesligator (Note 2).
Durchschnittsnote der Deichstube: 3,4
Durchschnittsnote Fans: 3,5
Einsätze: 26
Gespielte Minuten: 1902

Ilia Gruev: Der 23-Jährige schaffte in der vergangenen Saison den Sprung in Bulgariens A-Nationalmannschaft, musste sich bei Werder aber dennoch häufig mit der Rolle als Back-up-Sechser hinter Groß zufrieden geben – oder auf eine andere Position ausweichen. Vor allem in der Hinrunde kam Gruev wiederholt als Achter zum Einsatz, wo er durchaus überzeugte. Eines seiner besten Saisonspiele (Note 2,5 beim 5:1 gegen Gladbach) bestritt er in dieser Rolle. Vor der Abwehr hingegen mit Licht und Schatten. Auf starke Spiele (Note 2,5 beim 1:0 gegen Hertha BSC und beim 2:1 gegen Schalke) folgten schwache (Note 5,5 beim 1:6 in München und 1:7 in Köln).

Durchschnittsnote der Deichstube: 3,6
Durchschnittsnote Fans: 3,1
Einsätze: 31
Gespielte Minuten: 1584

Leonardo Bittencourt: Zu Saisonbeginn war er einer der besten Bremer, die Freude über die Bundesliga-Rückkehr war ihm auf dem Platz in jeder Aktion anzumerken. Bekam an den ersten vier Spieltagen gleich zweimal die Note 1,5 (für das 2:2 in Wolfsburg und das 3:2 in Dortmund), wurde dann allerdings von einer Verletzung aus dem Rhythmus gebracht. An den starken Start konnte er zwar nicht mehr anknüpfen, war aber gerade in den letzten Wochen der Saison eine wichtige Stütze für das Team. Am Ende brachte er es auf drei Tore und zwei Assists.
Durchschnittsnote der Deichstube: 3,5
Durchschnittsnote Fans: 3,3
Einsätze: 25
Gespielte Minuten: 1641

Jens Stage: Der Neuzugang vom FC Kopenhagen bereitete gleich am ersten Spieltag, beim 2:2 in Wolfsburg, einen Treffer vor (Note 2), benötigte insgesamt aber Zeit, um richtig bei Werder und in der Bundesliga anzukommen. In der Hinrunde deshalb oft nur eingewechselt, in der Rückrunde dafür dann fester Bestandteil der Startelf. Erzielte seine drei Saisontore allesamt in der zweiten Hälfte der Saison, eines davon beim 2:0-Erfolg in Stuttgart, für das er seine beste Note bekam (1,5). Negative Ausreißer waren das 1:6 in München und das 0:2 in Frankfurt (jeweils Note 5).
Durchschnittsnote der Deichstube: 3,3
Durchschnittsnote Fans: 3,1
Einsätze: 32
Gespielte Minuten: 1859

Niklas Schmidt: Der heute 25-Jährige brauchte viel Geduld zu Saisonbeginn, denn an den ersten 14 Spieltagen wurde er sieben Mal gar nicht berücksichtigt. Wurde insgesamt öfter eingewechselt (13 Mal) als er in der Startelf stand (elf Mal) – und dennoch war er wichtig für Werder. Bekam seine Bestnote (2) für das 3:0 in Bochum, bei dem er eines seiner drei Saisontore markierte.
Durchschnittsnote der Deichstube: 3,5
Durchschnittsnote Fans: 3,3
Einsätze: 24
Gespielte Minuten: 1081

Romano Schmid: Nach einer guten Hinrunde, in der er beim 5:1 gegen Gladbach sein bestes Spiel gemacht hatte (Note 1,5), bremste den Österreicher im Winter eine Knieverletzung aus. War nach seiner Rückkehr zunächst nur Joker, ehe er gegen Saisonende wieder aufdrehte und beim 1:1 gegen Köln sein allererstes Bundesligator schoss (Note 2).
Durchschnittsnote der Deichstube: 3,5
Durchschnittsnote Fans: 3,1
Einsätze: 27
Gespielte Minuten: 1519

Info

Hinweis DeichStube-Note: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt.

Hinweis Fan-Note: Die Fan-Note eines Spielers war jeweils diejenige, für die die meisten Fans auf deichstube.de nach der Partie abgestimmt haben. Lag zwischen zwei Noten im Endergebnis weniger als ein Prozentpunkt Unterschied, wurde eine Komma-Note gebildet. Aus den Noten 2 und 3 wurde in so einem Fall beispielsweise die Note 2,5. Eine Fan-Note gab es nur für Profis, die mindestens 30 Minuten in einer Partie gespielt haben. Die Durchschnittsnote wurde nur bei mindestens drei bewerteten Spielen ermittelt. 

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+! Zur Startseite
Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+