WFC 27801 aus Dötlingen

Der größte Werder-Fan-Club will in den Aufsichtsrat

Mit dem WFC 27801 aus Dötlingen strebt der größte Werder-Fanclub einen Sitz im Aufsichtsrat des Vereins an.
14.07.2021, 16:22
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Das hat es beim SV Werder Bremen auch noch nicht gegeben: Ein Fan-Club strebt einen Posten im Aufsichtsrat an – und nicht irgendeiner, sondern der größte Fan-Club der Grün-Weißen: Der WFC 27801 aus Dötlingen schickt Dirk Wintermann ins Rennen und wird dabei von weiteren befreundeten Fan-Clubs unterstützt.

Am vergangenen Montag wurde auf der Werder-Geschäftsstelle die Bewerbung offiziell eingereicht. Die dafür nötigen 50 Unterschriften von Werder-Vollmitgliedern bekam der WFC 27801 locker zusammen, denn der Fan-Club hat selbst fast 2000 Mitglieder.

„Uns als Fan-Club ist völlig klar, dass wir durch die Unterstützung von Dirk Wintermann keinen direkten Vorteil haben werden, aber wir freuen uns, einen Kandidaten zu präsentieren, der die Sichtweise einiger Fan-Clubs als Impuls in das entscheidende Gremium des SV Werder Bremen einbringen kann“, erklärt der 27801-Vorsitzende Ingo Kläner. Nach der Aufnahme eines Podcasts mit Wintermann war im anschließenden Gespräch die Idee geboren worden, sich selbst intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, so Kläner. Wintermann sollte kandidieren. Der Vorsitzende des TSV Großenkneten stellte sich dem Präsidium des Fan-Clubs vor und bekam dort grün-weißes Licht.

„Ich freue mich über das Vertrauen“, sagt der Geschäftsführer eines familiengeführten Handwerksunternehmens. Der 54-Jährige bittet im Gespräch mit unserer Deichstube aber auch um Verständnis, dass er seine Beweggründe und seine Ideen noch nicht öffentlich ausbreiten möchte. „Ich finde, es gebietet der Respekt, dass ich zunächst dem Wahlausschuss Rede und Antwort stehe und erst danach der Öffentlichkeit.“

Nächsten Mittwoch wird es für Wintermann ernst, dann steht die Fragestunde vor dem siebenköpfigen Wahlausschuss an. Spätestens vier Wochen vor der Mitgliederversammlung (5. September) müssen die Kandidaten festgelegt sein – mindestens vier für die vier zu wählenden Aufsichtsratsposten. Marco Fuchs und Axel Plaat sind bereits als Vertreter des Vereins in das sechsköpfige Kontrollgremium entsendet worden.

Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Marco Bode, Andreas Hoetzel, Thomas Krohne und Kurt Zech hatten nach dem Abstieg mitgeteilt, dass sie sich nicht mehr zur Wahl stellen werden. Bewerber für deren Posten gibt es bereits jetzt ungewöhnlich viele. Bislang bekannt sind Jörg Wontorra, Maria Yaiza Stüven Sanchez, Henning Lühr, Ulrike Hiller, Oliver Krieg und Frank Lenk. Die Liste soll aber noch viel länger sein. 

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