Trotz Abwehrsorgen So will Werder Schalke-Torjäger Terodde stoppen 

Schalkes Simon Terodde hat bereits 24 Saisontreffer auf dem Konto. Am Samstag soll nach Möglichkeit keiner dazukommen. Denn trotz aller Abwehrsorgen haben sie bei Werder einen Plan, wie Terodde aufzuhalten ist.
22.04.2022, 15:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Am 20. November 2021 hat er Geschichte geschrieben. 154 Tore in der 2. Bundesliga - diese Marke hatte vor Simon Terodde noch keiner erreicht, weshalb die 82. Minute während des Hinspiels zwischen Werder Bremen und Schalke 04 (1:1) historischen Charakter hatte. Per Abstauber brachte Terodde die Schalker in Führung und knackte damit den Uralt-Rekord von Dieter Schatzschneider, der einst nach 153 Treffern mit dem Toreschießen im Unterhaus aufgehört hatte. Am Samstag treten Schalke und Werder nun zum Rückspiel gegeneinander an, was Terodde die nächste Gelegenheit gibt, seinen eigenen Bestwert, der inzwischen auf 166 Tore angewachsen ist, weiter in die Höhe zu schrauben. Bei Werder haben sie wenig überraschend etwas dagegen und trotz aller Abwehrsorgen einen Plan, wie Terodde möglicherweise aufzuhalten ist.

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Schon seit Beginn der Woche, kaum dass das Nürnberg-Spiel abgehandelt war, taucht der Name Terodde vermehrt rund ums Weserstadion auf. In den Gesprächen der Fans, in den Fragen der Journalisten und in den entsprechenden Antworten der Bremer Profis. "Klar wissen wir um die Stärke von Simon Terodde", sagt Abwehrspieler Marco Friedl und schiebt die Auflistung direkt hinterher: "Er ist unglaublich kopfballstark und in der Box extrem gefährlich." Schlussfolgerung: "Du darfst ihm keinen freien Raum geben, sonst nutzt er das eiskalt aus."

Insgesamt 24 Mal hat Terodde in der laufenden Saison schon zugeschlagen - einmal davon, wie oben erwähnt, historisch gegen Werder und sogar zweimal davon gegen den heutigen Bremer Trainer Ole Werner. Als der am zweiten Spieltag noch für Holstein Kiel verantwortlich war, musste er Terodde während einer 0:3-Heimpleite gegen Schalke gleich doppelt beim Jubeln zusehen.

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"Ihn völlig aus dem Spiel zu nehmen, ist relativ schwierig", sagt Werner, "denn er trifft ja schon seit Jahren regelmäßig". Auch Werder, da ist sich der 33-Jährige sicher, werde nun nicht die erste Mannschaft sein, die Terodde komplett ausschalten kann. Einen Plan, um den Stürmer möglichst wenig zur Geltung kommen zu lassen, hat der Bremer Trainer aber trotzdem. "Es gibt auch bei ihm gewisse Dinge, die er auf dem Platz immer wieder macht, gewisse Laufwege oder Verhaltensmuster, die sich erkennen lassen und auf die man Spieler vorbereiten kann."

Werders Verteidiger, also die, die nach den Ausfällen von Ömer Toprak, Christian Groß und Milos Veljkovic noch zur Verfügung stehen, dürften demnach in den Genuss einiger Video-Vorführungen gekommen sein. Werners Auftrag an sie bezüglich Terodde ist jedenfalls klar: "Man muss ihn im Strafraum und drum herum immer in Kontakt halten und in den Eins-gegen-eins-Situationen gegen ihn einen sehr, sehr guten Job machen." Während des Spiels auf Schalke dürfte das zu einer der Kernaufgaben für Werder werden.

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