Premiere am Osterdeich So lief Werners erstes Training bei Werder

Das mediale Interesse war groß, als Werders neuer Chefcoach Ole Werner am Montag sein erstes Training leitete.
29.11.2021, 17:21
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Natürlich wussten sie auch bei Werder Bremen, dass das mediale Interesse an diesem Tag vergleichsweise groß sein würde. Es dürfte also kein Zufall gewesen sein, dass der Mann, wegen dem alle gekommen waren, direkt voranging: Ole Werner. Um 14.12 Uhr machte sich der frisch verpflichtete Cheftrainer des Zweitligisten am Montagmittag erstmals mit seiner neuen Mannschaft auf den gepflasterten Weg vom Stadion in Richtung Trainingsplatz, wo ihn mehrere Fotografen und Kamerateams sowie eine Handvoll Fans (und ein Hund) in Empfang nahmen. Ein kurzes „Moin, Moin“ hier und noch eines da, dann war Werner auch schon durch die Gittertür zum Platz verschwunden, um seine Arbeit am Osterdeich aufzunehmen.

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Gut eine Stunde dauerte in der Folge die erste Bremer Trainingseinheit des 33-Jährigen, der tags zuvor seinen Vertrag bei Werder unterschrieben hatte. Werner ließ die 14 Feldspieler und drei Torhüter – mehr Profis standen ihm aufgrund der aktuellen Verletzten-, Kranken- und Quarantänesituation bei Werder während des Debüts nicht zur Verfügung – verschiedene Spielformen auf Mini-Tore absolvieren. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Patrick Kohlmann, den er mit nach Bremen gebracht hatte, erklärte er die Übungen, griff hier und da ein, zog sich teilweise aber auch mehrere Meter von der Gruppe zurück, um in Ruhe zu beobachten. „Es geht darum, auf dem Platz Entscheidungen zu treffen, immer wieder“, war einer der wenigen Sätze des neuen Chefcoaches, die gut hörbar durch die eiskalte Novemberluft in Richtung Zuschauertribüne getragen wurden.

Gegen Ende der Einheit nahm sich Werner Zeit für kurze Einzelgespräche, unterhielt sich auf dem Platz zunächst mit Leonardo Bittencourt, später dann mit Niclas Füllkrug und Christian Groß. Alle drei gehören dem Mannschaftsrat an und stehen in der Team-Hierarchie entsprechend weit oben. Da kann das Kennenlernen nicht schnell genug gehen.

Kurz darauf war dann Schluss. Während die jüngeren Spieler auf dem Platz die Trainingsutensilien zusammensuchten, tauschte sich Werner beim Gang zurück mit seinen Co-Trainern aus. Fotografisch oder per Videokamera festgehalten wurde das nicht mehr. Das Bild des neuen Werder-Trainers hatten alle schließlich längst im Kasten. 

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