Toprak-Nachfolge bei Werder Marco Friedl: Mir ist egal, ob ich Kapitän werde

Zwar gilt Niclas Füllkrug als aussichtsreicher Kandidat auf das Kapitänsamt bei Werder. Doch auch Marco Friedl kommt als erfahrener Spieler infrage. Der 24-Jährige gibt sich aber betont gelassen.
04.07.2022, 15:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Malte Bürger

Dieses Mal war Niclas Füllkrug an der Reihe. Beim jüngsten Testspiel gegen den Karlsruher SC (2:1) führte er den SV Werder auf den Platz - nicht etwa, weil schon eine Entscheidung in der Kapitänsfrage gefallen ist, sondern weil sich in der Vorbereitung die Mitglieder des bisherigen Mannschaftsrates diese Aufgabe reihum teilen. Der Angreifer gilt trotzdem als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge des abgewanderten Ömer Toprak. Aber auch Verteidiger Marco Friedl kommt infrage. Der Österreicher blickt jedoch weitgehend gelassen auf diese mögliche Ehre.

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„Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich der Kapitän wäre“, sagt der 24-Jährige zwar, „aber mir ist das wirklich relativ egal und das entscheidet die Mannschaft, wer es dann wird.“ Trainer Ole Werner hatte kürzlich verraten, wie genau das Prozedere aussehen soll. Zunächst wolle er – wenn der Kader zum Großteil steht – einen neuen Mannschaftsrat benennen. Aus diesem Gremium heraus werde das Team dann den Kapitän wählen. Inzwischen hat Werder personell ordentlich nachgelegt, eine endgültige Entscheidung in der Kapitänsfrage ist dennoch erst gegen Ende des Monats zu erwarten. Unmittelbar vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal bei Energie Cottbus (1. August, 18 Uhr) soll der neue Mannschaftsführer – so hatte es Werner angekündigt – präsentiert werden.

Für Marco Friedl ist bereits klar, dass er auch ohne Binde eine Führungsrolle einnehmen möchte. „Ich weiß ja, dass wir mehrere Spieler in der Mannschaft haben, die Verantwortung übernehmen müssen“, betont der Defensivakteur, für den die Ernennung zum Kapitän das endgültige i-Tüpfelchen eines kuriosen Jahres wäre. Noch im Vorjahr wollte er sich zu Union Berlin streiken, nun verlängerte er seinen Vertrag bei Werder vorzeitig. „Es ist einiges falsch rübergekommen und ich hab mit dem Verein natürlich offen darüber gesprochen. Für uns war es dann relativ schnell abgehakt“, erklärt Friedl. „Für mich war dann einfach wichtig, dass ich dem Verein, den Fans und der Mannschaft zeige, dass das so nicht in Ordnung war. Dafür habe ich mich auch entschuldigt und versucht, es mit Leistung zurückzuzahlen.“

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Wer die vergangenen Monate in der 2. Liga verfolgt hat, dürfte schnell erkennen, dass dem Verteidiger das ziemlich gut gelungen ist. „Ich bin froh, dass es so gelaufen ist und wir mit dem Aufstieg jetzt wieder da sind, wo wir hingehören“, unterstreicht Friedl. „Ich habe immer gesagt, dass ich in der Bundesliga spielen will. Jetzt sind wir in der Bundesliga, deshalb war es nach den Gesprächen für mich auch klar, dass ich den Vertrag verlängern werde.“ 

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