Testspiel gegen den KSC Burke wünscht sich nach erstem Werder-Doppelpack ein Belohnungsbier

Oliver Burke hatte nach seinem ersten Testspiel im Werder-Trikot gute Laune. Lob erhielt er nicht nur von den Fans, sondern auch von Mitspielern. Trainer Ole Werner trat allerdings auf die Euphoriebremse.
04.07.2022, 06:08
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Burke wünscht sich nach erstem Werder-Doppelpack ein Belohnungsbier
Von Malte Bürger

So schnell kann es manchmal gehen. Eben noch wurde die Stirn gerunzelt, ob Oliver Burke wirklich der richtige Mann sei, um der Offensive des SV Werder Bremen zusätzlichen Schwung zu verleihen, dann war er plötzlich das beliebteste Foto-Motiv des Tages. Der Grund lag auf der Hand: Mit einem Doppelpack hatte der 25-jährige Neuzugang dafür gesorgt, dass Werder im Test gegen den Karlsruher SC (2:1) als Sieger vom Platz ging. Und so dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis Burke nach zahlreichen Foto- und Autogrammwünschen endlich zurück ins Teamhotel radeln durfte.

Zuvor hatte er aber noch seinen britischen Humor durchblitzen lassen. Als der Angreifer nämlich gefragt wurde, was nach einem derart optimalen Einstand wohl mit seinem Trikot passieren würde, antwortete er lachend, aber trocken. „Ich weiß es nicht. Ich denke, es wird gewaschen und dann trage ich es wieder.“ Oliver Burke hatte sichtlich gute Laune, für ihn war es das perfekte Ende einer ereignisreichen Woche. Und deshalb wollte er sich noch am Sonntagabend für seinen Vereinswechsel und die beiden Treffer im ersten Spiel am liebsten selbst belohnen. „Ohne Zweifel werde ich heute ein Bier trinken“, meinte er, schob aber grinsend hinterher: „Wenn sie mich lassen.“

Ohne Zweifel werde ich heute ein Bier trinken. Wenn sie mich lassen.
Oliver Burke nach seinem Doppelpack im Werder-Testspiel gegen den KSC

Der 13-fache schottische Nationalspieler hatte nach dem Beginn der zweiten Halbzeit keine 30 Sekunden gebraucht, um seinen ersten Treffer zu erzielen. Kurz vor Schluss legte er dann nach, beide Male hatte Benjamin Goller die Vorlage gegeben. „Es ist immer super, einen guten Partner an der Seite zu haben“, lobte Burke seinen Nebenmann. Und wenn es nach dem Doppeltorschützen geht, dann wird die Abstimmung künftig noch besser, nicht nur mit Goller. „Ich kenne meine Mitspieler noch nicht so gut und sie mich nicht. Ich werde in der Vorbereitung alles geben, damit sie zum Saisonstart wissen, was ich kann“, versprach Burke.

Sein Trainer dürfte solche Ankündigungen gern hören. Ole Werner war es nämlich, der nach dem Spiel ordentlich auf die Euphoriebremse trat. „Die Tore sind positiv für ihn und für uns als Mannschaft. Trotzdem hat man auch gesehen, dass ihm einiges an Spielfitness fehlt“, erklärte der 34-Jährige. Auch bei der Wahl der richtigen Laufwege und beim optimalen Verschieben auf dem Platz gebe es noch Nachholbedarf. „Da müssen wir mit ihm sicherlich eine Menge dran arbeiten“, meinte Werner. „Aber insgesamt war das trotzdem ein vernünftiger Einstand von ihm.“

Das fand auch Marco Friedl. „Er macht auch im Training einen super Eindruck, ist sehr stabil, robust und hat ein sehr hohes Tempo“, lobte der Verteidiger. „Wenn er hierher kommt und sofort zwei Treffer macht, dann gibt ihm das sicher Selbstvertrauen für die nächsten Wochen.“

Oliver Burke hätte nichts dagegen. „Ich hoffe, dass ich diese Form halten kann“, erzählte er und verwies auf ein ganz einfaches Rezept, dass er beherzige, wenn sich ihm die Chance auf ein Tor bietet. „Es ist für einen Stürmer am besten, wenn er nicht zu viel nachdenkt, sondern den Kopf runternimmt und einfach den Abschluss sucht“, bekräftigte er. „Man weiß doch, wo das Tor steht.“ Zumindest an diesem Sonntag wusste Oliver Burke das ziemlich genau. Auch wenn er es später kaum noch gesehen haben dürfte. Dafür waren einfach zu viele Fans und Handys im Weg.  

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