Spekulation um Personalie Werder-Boss Filbry schließt Kruse-Rückkehr nahezu aus

Immer wieder wird über eine Rückkehr von Max Kruse vom VfL Wolfsburg an die Weser spekuliert. Werder-Boss Klaus Filbry sieht aktuell nicht, "dass da irgendwas passieren kann".
21.08.2022, 16:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Mario Nagel

Angesichts des dramatischen 3:2-Siegs des SV Werder Bremen bei Borussia Dortmund rückte die Personalie Max Kruse beinahe in den Hintergrund. Der 34-jährige Angreifer des VfL Wolfsburg kam zuletzt nur als Joker zum Einsatz und ist mit seiner Rolle unzufrieden. Auch über eine Rückkehr an die Weser wird immer wieder spekuliert. Jetzt hat aber auch Werder-Boss Klaus Filbry einen Kruse-Wechsel nach Bremen nahezu ausgeschlossen.

„Max Kruse ist Spieler des VfL Wolfsburg und aktuell sehe ich nicht, dass da irgendwas passieren kann“, sagte der Geschäftsführer des SV Werder Bremen während der Halbzeitpause im Spiel bei Borussia Dortmund im „Sky“-Interview. „Wir haben einen Kader, mit dem wir sehr zufrieden sind und der leistungsstark ist“, so Klaus Filbry im Gespräch mit Moderator Patrick Wasserziehr. Auf dessen Nachfrage, ob es also definitiv keine Rückkehr von Kruse nach Bremen gibt, sagte der Werder-Boss: „Das sehe ich nicht, nein“.

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Auf seinem Twitch-Kanal hatte Max Kruse zuletzt fast schon mit Werder Bremen geflirtet und ausgiebig vom Ex-Club geschwärmt, für den er zwischen 2006 und 2009 sowie 2016 und 2019 aufgelaufen war. Doch ein Transfer vom VfL Wolfsburg an die Weser ist offiziell auch bei ihm kein Thema. „Momentan gibt es aber keinen bevorstehenden Wechsel zu Werder oder zu irgendeinem anderen Verein“, sagte Kruse bei Twitch. Auch Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz, der das Thema in der TV-Sendung „Sky90“ unfreiwillig aufgemacht hatte, schloss einen Wechsel zuletzt aus und verwies auf die nicht vorhandenen finanziellen Möglichkeiten bei den Grün-Weißen.

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Während der SV Werder Bremen dank einer furiosen Schlussphase, in der gleich drei Joker innerhalb von sechs Minuten trafen, auch ohne Max Kruse bei Borussia Dortmund gewann, kam der VfL Wolfsburg mit Kruse nur zu einem 0:0 gegen den FC Schalke 04. Entsprechend genervt reagierte VfL-Trainer Niko Kovac nach dem Spiel in einem „Sky“-Interview auf die Nachfrage, wie er die Spielleistung von Kruse, den er erneut zunächst auf die Bank gesetzt und erst in der 59. Spielminute einwechselt hatte, gesehen habe. „Mensch Jens, hör doch mal auf. Sei nicht langweilig. Das langweilt doch, jedes Mal dasselbe. Wir wollen über Fußball reden. Da sind noch neun andere, zehn mit Torhüter“, sagte Kovac in Richtung Moderator Jens Westen.

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Max Kruse war in der Rückrunde der vergangenen Bundesliga-Saison bester Torschütze der Wolfsburger gewesen, erzielte in 14 Spielen sieben Treffer. Doch für Niko Kovac hat die Statistik keine Bedeutung. „Ich war auch mal Fußballer und ich kann mir nicht anmaßen, dass ich jetzt hier noch spiele. Das, was früher mal war, ist nicht mehr.“ Ob Kruse auch nach dem Schließen des Transferfensters für den VfL Wolfsburg aufläuft, ist damit offener denn je. Das Problem: Ein neuer Verein müsste das üppige Gehalt des Angreifers übernehmen - bei den „Wölfen“ kassiert Kruse geschätzte 3,8 Millionen Euro brutto. Eine Summe, die zumindest der SV Werder Bremen nicht bezahlen kann. 

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