Wenn der SV Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr im Liveticker) gegen den VfL Bochum zum abschließenden Heimspiel der Saison antritt, dann werden auch Hunderte Dauerkarteninhaber zum letzten Mal auf ihren angestammten Plätzen sitzen. Im Sommer wird bekanntlich der Gästeblock im Weserstadion vom West-Oberrang in den Übergang zwischen der Westkurve und der Südtribüne verlegt. Die betroffenen Dauerkarteninhaber in den Blöcken 114 bis 120 sowie Block 35 wurden bereits von Werder angeschrieben, damit ihnen neue Plätze zugewiesen werden können. Nun hat sich Verein noch etwas Besonderes überlegt: Die betroffenen Fans können ihre Sitzschale, auf der sie mitunter seit Jahren saßen, für 18,99 Euro kaufen, an einem festgelegten Termin selbst abmontieren und mit nach Hause nehmen.
Erlöse gehen an Werder-Stiftung
"Die Erlöse werden an die Werder-Stiftung gespendet", teilt Werders Medienbeauftragter Norman Ibenthal mit. Sollten nicht alle betroffenen Dauerkarteninhaber von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich die eigenen Sitzschalen zu sichern, werden alle anderen Besitzer einer Dauerkarte angeschrieben, um einen der „grünen Sessel“ kaufen zu können.
Doch warum werden die Sitzschalen nicht vom SV Werder Bremen selbst wiederverwendet? Schließlich müssen im West-Oberrang, wo sich der Gästeblock aktuell befindet, neue Schalen montiert werden. „Der finanzielle Aufwand für die Demontage der Sitze und das erneute Anbringen ist ähnlich hoch wie eine Neuanschaffung“, erklärt Ibenthal. Zudem bietet sich für die Werder-Fans so die Möglichkeit, sich eine besondere Erinnerung zu sichern. Die Demontage der Sitze soll am 3. Juni erfolgen, also einen Tag nach dem Spiel der „European League of Football“ zwischen den Hamburg Sea Devils und den Paris Musketeers.