Werder in der Einzelkritik Nur Pavlenka beweist sich als erstligatauglich

Es sollte die Rettung in letzter Minute werden und wurde zum Abstieg: Bei der 2:4-Niederlage gegen Gladbach überzeugte nur Werder-Torhüter Jiri Pavlenka. Die Einzelkritik.
22.05.2021, 18:07
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Jiri Pavlenka: Rettete erst noch, was eigentlich nicht zu retten war. Verletzte sich dabei sogar an der Hand. Beim 0:3 stand der Keeper vielleicht etwas zu weit vor dem Tor. Note 3,5

Theodor Gebre Selassie: Was für ein trauriger Abschied nach neun Jahren bei Werder. Der Tscheche warf noch einmal alles rein, konnte aber nicht wirklich die nötigen Akzente setzen und patzte zudem vor dem 0:3, als er Bensebaini köpfen ließ. Note 5

Ömer Toprak (bis 79.): Das war überhaupt nicht der Tag des Abwehrchefs. Schon beim 0:1 stand er nicht optimal, das 0:2 ging dann voll auf seine Kappe, weil er sich an der Mittellinie rauslocken ließ. Note 5,5

Niklas Moisander: Sehr wahrscheinlich war es auch das letzte Spiel des Finnen, der keine groben Fehler machte, für den aber vieles etwas zu schnell ging. Note 4,5

Marco Friedl: Ersetzte den kurzfristig verletzt fehlenden Ludwig Augustinsson und sah als Linksverteidiger schlecht aus beim frühen 0:1. Biss sich zwar in die Partie, rettete auch einmal stark gegen Thuram – mehr aber auch nicht. Note 4,5

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Maximilian Eggestein: Als alleiniger Sechser in Schaafs Raute zwar um Ordnung und Spielaufbau bemüht, aber dabei auch sehr vorsichtig. Er ist eben kein Sechser und auch kein emotionaler Antreiber. Note 4,5

Manuel Mbom (bis 55.): Durfte überraschend im rechten Mittelfeld ran. Machte das defensiv solide, war aber offensiv am Ball überfordert. Note 5

Romano Schmid: Gegen Augsburg unter Kohfeldt letzte Woche gar nicht im Kader, nun von Beginn an dabei: Der Österreicher zeigte im linken Mittelfeld zwar viel Einsatz, bereitete auch das 2:4 vor, aber letztlich fehlte ihm das Durchsetzungsvermögen. Note 5

Leonardo Bittencourt (bis 79.): Als Spielmacher zunächst sehr aktiv und bissig. Baute aber merklich ab, verstrickte sich in Scharmützel und war nach vorne fast wertlos. Note 5

Josh Sargent (bis 66.): Hätte er in der 19. Minute allein vor dem Tor den Ball bloß nicht auf Selke gespielt – und das Abspiel war nach toller Aktion auch nicht optimal. Der US-Amerikaner probierte viel, der Ertrag war aber wieder einmal viel zu dürftig. Note 5

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Davie Selke (bis 66.): Unfassbar, wie er in der 19. Minute aus drei Metern das sichere 1:1 vergab. Auch wenn der Ball nicht perfekt zu ihm kam, den muss er einfach reinschieben. Beim Stürmer lief nichts zusammen, fast jeder Ball war weg - und dann spielte er oft den sterbenden Schwan, um einen Freistoß zu schinden. Note 6

Yuya Osako (ab 55.): Kam für Mbom und übernahm den Posten des Spielmachers. Viel bewegen konnte der Japaner nicht mehr. Note 5

Niclas Füllkrug (ab 66.): Dass er erst spät kam, verwunderte. Mit seinem Tor zum 2:4 gab er eine passende Antwort. Note -

Milot Rashica (ab 66.): Der Kosovare kann ja doch noch treffen, doch sein 1:4 half Werder auch nicht mehr wirklich weiter. Note -

Felix Agu (ab 79.): Als die Partie schon entschieden war, musste er noch Abstiegsluft schnuppern. Note -

Kevin Möhwald (ab 79.): Sein Assist beim 1:4 wird ihn kaum darüber hinwegtrösten, dass er auch unter Schaaf so wenig Spielzeit bekam. Note -

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