FC Augsburg - Werder Bremen 3:2 Werder kassiert die nächste Niederlage

Werders Fußballer rutschen immer tiefer in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Sie verloren 2:3 (1:1) beim Kellerkonkurrenten FC Augsburg und verloren damit auch das dritte Spiel nach der Winterpause.
05.02.2017, 17:20
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Werder kassiert die nächste Niederlage
Von Andreas Lesch

Werders Fußballer rutschen immer tiefer in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Sie verloren 2:3 (1:1) beim Kellerkonkurrenten FC Augsburg und verloren damit auch das dritte Spiel nach der Winterpause.

Zuvor hatten die Bremer gegen die Spitzenteams Borussia Dortmund und FC Bayern jeweils 1:2 verloren. In Augsburg nun führten sie zwischenzeitlich 2:1 und hätten die Partie entscheiden können. Am Ende aber kippte die Partie noch – durch ein Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit.

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Werders Trainer Alexander Nouri war mit einer Abwehr-Dreierkette in die Partie gegangen: Links stellte er erstmals Ulisses Garcia auf, in der Mitte Lamine Sané, rechts Milos Veljkovic. Die drei Verteidiger bekamen ziemlich früh ziemlich viel zu tun. Gleich drei Mal geriet das Bremer Tor in der Anfangsphase in Gefahr. Nach acht Minuten parierte Felix Wiedwald einen knackigen, aber nicht besonders platzierten Schuss des Augsburger Angreifers Raul Bobadilla. Drei Minuten später setzte sich Jonathan Schmid gegen Garcia durch und flankte auf Dong-Won Ji, der knapp am Ball vorbeisegelte. Auch die nächste Chance resultierte aus einer Flanke: Philipp Max brachte den Ball in die Mitte, Bobadilla köpfte knapp am Tor vorbei (17.).

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Und die Bremer? Sie bestimmten zwar das Spiel im Mittelfeld, aber sie konnten es nicht zuspitzen. Sie konnten es in der Spitze zunächst nicht gefährlich machen. Bis zu dieser wunderbaren Kombination: Zlatko Junuzovic trat einen Freistoß, Thomas Delaney köpfte den Ball in die Mitte vors Tor, Robert Bauer verlängerte ihn noch einmal per Kopf – und Theo Gebre Selassie beförderte ihn ins Netz zum 1:0 (26.).

Sehr lange konnten die Bremer diesen Treffer aber nicht bejubeln. Denn sie kassierten rasch den Ausgleich: Bobadilla, kräftig wie ein Bulle, setzte sich gegen den vergleichsweise schmächtigen Garcia durch und spielte den Ball mit der Hacke großartig weiter zu Schmid. Der ließ ihn einmal auftippen und drosch ihn dann ins Netz zum 1:1 (28.).

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Schockiert wirkten die Bremer nach diesem Tor aber nicht. Im Gegenteil: Sie wurden von Minute zu Minute besser. Der Däne Delaney ordnete im defensiven Mittelfeld erneut souverän das Spiel, und seine Kollegen bewegten sich nun gut und kombinierten gefällig. Sie trugen dazu bei, dass die Zuschauer eine hübsche, eine flotte, eine offene Partie sahen. Klare Chancen schafften sie bis zur Halbzeitpause allerdings nicht mehr.

Nach dem Wiederanpfiff agierten die Bremer zunächst wieder bedächtiger, sie bauten das Spiel ziemlich gemächlich aus der Abwehr heraus auf. Sie hatten zwar nach wie vor häufiger den Ball, aber in die Spitze, vors Tor, brachten sie ihn fast nie. Umso erstaunlicher, dass sie mit der zweiten ernsthaften Chance des Tages ihr zweites Tor erzielten: Serge Gnabry drang in den Strafraum ein, er wurde vom Augsburger Martin Hinteregger festgehalten und fiel. Max Kruse verwandelte den folgenden Elfmeter souverän zum 2:1 (65.); er verzögerte seinen Anlauf kurz und traf ins rechte untere Eck.

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Die Augsburger mühten sich danach um den Ausgleich, aber richtig gefährlich wurden sie nicht. Denn Werders Defensive stand jetzt sicherer als zu Beginn der Partie. Immer wieder fingen die Bremer die gegnerischen Angriffe ab und nutzten den Raum zu Kontern. Sie hätten das 3:1 erzielen und die Partie damit entscheiden können, aber sie schafften es nicht. Kruse lupfte den Ball wunderbar zum eingewechselten Aron Johannsson, aber Johannsson war so überrascht von diesem Geistesblitz, dass er den Ball nicht richtig traf (76.). Zwei Minuten später schoss Gnabry nach einem Konter deutlich neben das Tor (78.).

Niemand konnte ernsthaft damit rechnen, dass die Bremer noch den Ausgleich kassieren würden. Aber sie kassierten ihn: Paul Verhaegh flankte den Ball vors Tor, und Ja-Cheol Koo traf aus kurzer Distanz zum 2:2 (79.); die Bremer Sané und Delaney konnten ihn nicht daran hindern.

Gnabry hätte beinahe doch noch den Siegtreffer erzielt. Doch seinen Freistoß parierte Augsburgs Torhüter Marvin Hitz (86.). Und in der dritten Minute der Nachspielzeit kassierten sie noch das 2:3 – erzielt vom überragenden Bobadilla. Und sie schlichen schwer enttäuscht vom Feld.

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