Betrifft Spieler und Beschäftigte Werder macht mit: Im Quarantäne-Fall kein Gehalt für Ungeimpfte

Kein Geld mehr für Ungeimpfte, wenn sie in Quarantäne müssen. Das betrifft beim SV Werder Bremen in Zukunft Spielern und auch alle anderen Beschäftigten.
23.11.2021, 13:48
Lesedauer: 1 Min
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Von Maik Hanke

Die ersten Clubs machen ernst: Spieler, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen und in Quarantäne gehen müssen, sollen für den Zeitraum der Isolierung kein Gehalt mehr bekommen. Der SV Werder Bremen will es genauso machen – und zwar nicht nur bei Spielern, sondern bei allen Beschäftigten.

Das bestätigte der Club auf Nachfrage von „butenunbinnen“. Unterm Strich gilt also: Wer ungeimpft ist und in Quarantäne muss, ohne an Covid-19 erkrankt zu sein, und entsprechend nicht arbeiten kann, bekommt auch kein Geld.

Bei den Spielern des SV Werder Bremen kommt das wohl kaum zum Tragen, die Impfquote im Team soll bei nahezu 100 Prozent liegen. Der Verein setzt mit dieser Haltung allerdings auch ein Zeichen – gerade nach der Affäre um den mutmaßlichen Impfbetrug von Markus Anfang, der am Freitagabend als Trainer zurückgetreten ist. Die Regel betrifft außerdem die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins – wenn sie „ihre Arbeitstätigkeit nicht von zu Hause erbringen können“, heißt es.

Ein ähnliches Vorgehen hatte zunächst beim FC Bayern München für Aufsehen gesorgt. Der Rekordmeister greift Berichten zufolge bei seinen ungeimpften Profis wie Nationalspieler Joshua Kimmich durch und streicht ihnen das Gehalt für die Zeit, die sie in Quarantäne müssen. Am Dienstag wurde bekannt, dass auch Hertha BSC so verfährt. „Wir haben bereits seit dem 2. November bei uns durchgesetzt, dass ungeimpfte Spieler für den Zeitraum einer Quarantäne keinen Verdienstausfall von uns erhalten“, erklärt Geschäftsführer Fredi Bobic. Mittlerweile soll es im Berliner Club kaum noch Spieler geben, die nicht geimpft sind.

Bei Werder Bremen hatte es zuletzt zwei Corona-Fälle gegeben. Verteidiger Marco Friedl hatte während der Länderspielpause einen positiven Befund aus Österreich mitgebracht, ist aber inzwischen genesen. Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball und Scouting, befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Sowohl Friedl als auch Fritz sind nach Club-Angaben geimpft.

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