Absicherung der letzten Spieltage Werder muss im Saisonfinale ins Quarantäne-Trainingslager

Um die letzten drei Spieltage der Bundesliga abzusichern, schickt die Deutsche Fußball-Liga die Erst- und Zweitliga-Klubs ins Quarantäne-Trainingslager. Werder-Sportchef Baumann betrachtet das als sinnvoll.
22.04.2021, 17:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Hanke

Im Saisonfinale verschärft die Deutsche Fußball-Liga die Corona-Schutz-Maßnahmen noch einmal: Ab dem 12. Mai müssen Werder Bremen und alle anderen Bundesliga- und Zweitliga-Clubs ein Quarantäne-Trainingslager beziehen. Damit will die DFL die letzten drei Spieltage zusätzlich absichern.

Das Quarantäne-Trainingslager ist aber erst der zweite Schritt in einem zweistufigen Quarantäne-Plan. Mannschaft, Trainer, Betreuer und alle, die zum regelmäßigen Corona-Test-Programm der Bundesliga-Clubs gehören, müssen sich bereits ab Montag, 3. Mai, noch stärker isolieren. Sie dürfen sich nur noch im häuslichen Umfeld sowie auf dem Trainingsgelände und/oder im Stadion aufhalten. Das betrifft natürlich auch Werder Bremen. Die DFL nennt diese Vorstufe eine Quasi-Quarantäne.

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Ab dem 12. Mai muss sich der gleiche Personenkreis dann komplett in ein Quarantäne-Trainingslager begeben, das bis nach dem letzten Spiel (22./23. Mai) verpflichtend ist. In diesen Zeitraum fallen die letzten beiden Spieltage der ersten und zweiten Liga. „Die ‚Quarantäne-Trainingslager‘ dienen dazu, die Durchführung des Spielbetriebs – insbesondere unter Berücksichtigung des Termindrucks aufgrund der auf die Saison folgenden UEFA EURO – zusätzlich abzusichern“, teilt die DFL mit.

Eine Maßnahme, die Werder Bremen begrüßt. „Für uns ist das eine absolut sinnvolle und nachvollziehbare Entscheidung“, erklärt Sportchef Frank Baumann: „Es ist das oberste Ziel, dass wir die Saison regulär zu Ende spielen.“ Ein Quarantäne-Trainingslager sei „der richtige Weg, um die letzten Spieltage abzusichern“. Es handele sich um eine „gemeinsame und einvernehmliche Lösung“, die die medizinische Taskforce von DFL und DFB gemeinsam mit den Profi-Clubs gefunden habe.

Neue Corona-Ausbrüche in den Bundesliga-Teams wären für den Terminplan verheerend. Warnendes Beispiel: Hertha BSC muss wegen Infektionen im Team und aktueller Kader-Quarantäne bereits jetzt noch drei Spiele nachholen. Für die Austragung von Nachholspielen bleibt allerdings kaum noch Zeit. Nun will die DFL den Spielbetrieb im Saisonendspurt weiter absichern.

Während des Quarantäne-Trainingslagers dürfen Spieler, Trainer und Betreuer nur untereinander Kontakt haben. Sollten Personen aus diesem Kreis, etwa Mannschaftsärzte, in Ausnahmefällen das Trainingslager verlassen müssen, ist eine Rückkehr nur unter Umsetzung von weiteren Schutzmaßnahmen möglich, heißt es.
„Wir hatten letztes Jahr bereits ein Hotel-Quarantäne-Trainingslager, und wir alle kennen das aus den regulären Trainingslagern in der Saisonvorbereitung“, erklärt Baumann. „Es herrscht ein großes Verständnis bei den Spielern, die sich schon die ganze Saison lang diszipliniert an die Vorgaben gehalten haben. Auch diese Maßnahme trifft auf breite Zustimmung im Team.“

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Bereits vor dem Re-Start der Bundesliga im vergangenen Mai hatten sich die Teams abschotten müssen. Der SV Werder Bremen hatte sich damals ins Parkhotel zurückgezogen, aber weiter die Trainingsmöglichkeiten am und im Weserstadion genutzt.

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