Vertragsgespräche auf Eis Pavlenka bei Werder wohl vor dem Absprung

Werder-Coach Markus Anfang behauptet, für das Bremer Tor gebe es keine klare Nummer eins. Seine Aufstellungen sprechen eine andere Sprache – und machen einen Verbleib von Jiri Pavlenka immer unwahrscheinlicher.
29.10.2021, 09:25
Lesedauer: 1 Min
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Von Carsten Sander

Es bewegt sich nichts. Die Gespräche zwischen Jiri Pavlenka und Werder Bremen über eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrags sind schon vor geraumer Zeit auf Eis gelegt worden. Und dort bleiben sie offenbar auch.

Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball, sieht augenblicklich keinen Sinn darin, den zum Ersatztorhüter degradierten Keeper zurück an den Verhandlungstisch zu holen. „Wenn wir zu ihm sagen: ,Wir wollen deinen Vertrag verlängern“, dann sagt er: ,Zeigt mir erstmal eine Perspektive auf.‘“ Doch genau die gibt es derzeit nicht für den 29 Jahre alten Tschechen. Vielmehr rückt mit jedem Spiel, das Pavlenka auf der Bank verbringen muss, der Punkt näher, dass über eine Trennung schon im Winter gesprochen werden muss. Denn Pavlenka ist zu gut, um in der 2. Liga tatenlos sein Dasein zu fristen.

Zuletzt hatte Ex-Werder-Torjäger Ivan Klasnic im Interview mit unserer Deichstube Pavlenkas Rückkehr ins Bremer Tor gefordert. „Er ist für mich ganz klar die Nummer eins“, hatte er gesagt. Werder-Trainer Markus Anfang urteilt anders, hält an Michael Zetterer (der sich bislang keinen gravierenden Fehler erlaubt hat) als Stammkeeper fest.

Ich habe immer betont, dass wir keine klare Nummer eins und keine klare Nummer zwei haben
Werder Trainer Markus Anfang

Anfangs Aussagen zum Torwart-Thema bleiben unverbindlich. Die Perspektive „Rückkehr ins Tor“, die Pavlenka gerne hätte, bietet der Coach nicht an, er schließt aber auch nichts aus. „Es ist nicht so, dass da einer keine Chance hat“, sagt der 47-Jährige: „Ich habe immer betont, dass wir keine klare Nummer eins und keine klare Nummer zwei haben.“

Ein Blick auf die Aufstellungen sagt aber etwas anderes. Und gegen den FC St. Pauli wird am Samstag mit großer Sicherheit Pavlenka wieder nicht spielen. Fritz nennt das Ganze „ein absolutes Luxusproblem“. Aber auch ein Luxusproblem ist ein Problem. „Von unserer Seite ist klar, dass wir eine sehr hohe Meinung von Pavlas haben“, meint der ehemalige Nationalspieler, „es ist aber auch klar, dass wir abwarten müssen, was in den nächsten Wochen passiert.“ Spielt Pavlenka bis zur Winterpause nicht, ist eine Trennung denkbar. 

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