Sturmduo Ducksch und Füllkrug: die Werder-Torjäger auf Aufholjagd

Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug sind das beste Sturmduo der zweiten Liga – nur nicht laut Statistik. Dafür müssen sie noch ein paar Treffer versenken.
17.01.2022, 10:12
Lesedauer: 2 Min
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Von csa

Bis zur Spitze ist es noch ein weiter Weg. Um genau zu sein: Acht Tore müssen Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug noch aufholen, um auch in der offiziellen Statistik das zu werden, was sie derzeit gefühlt schon sind – das beste Sturm-Duo der 2. Liga. Gegen Fortuna Düsseldorf überzeugten die Angreifer des SV Werder einmal mehr und schossen mit zwei Treffern von Füllkrug sowie einem von Ducksch den 3:0-Sieg heraus.

In Summe kommen die beiden Stürmer, die erst seit dem zwölften Spieltag ein Duett bilden dürfen, bislang auf 16 Saisontore. Neun davon stehen auf dem Konto von Marvin Ducksch (dessen Treffer am ersten Spieltag für Hannover 96 und gegen Werder Bremen dabei nicht mitgezählt ist). Auf sieben Erfolgserlebnisse bringt es derweil Füllkrug, der bis zum elften Spieltag noch ein torloses und frustreiches Dasein gefristet hatte, dem nun aber gegen die Fortuna sein erster Doppelpack der Saison gelang. Doch die 16 Tore hieven die Bremer Torjäger im Liga-Ranking der gefährlichsten Sturm-Duos lediglich auf Platz fünf.

Ganz vorne stehen nach wie vor die Darmstädter Luca Pfeiffer und Philipp Tietz. Die Überflieger der Hinrunde sind in den bislang zwei Rückrundenspielen zwar noch torlos, die jeweils zwölf Treffer addieren sich aber zu stolzen 24 Tore – unerreicht. Auf Platz zwei folgen Sven Michel (14) und Felix Platte (7) vom SC Paderborn mit 21 Treffern. Gemeinsame Dritte sind Guido Burgstaller (14) und Daniel-Kofi Kyereh (5) vom FC St. Pauli sowie Simon Terodde (13) und Marius Bülter (6) vom FC Schalke 04.

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Dahinter folgen Ducksch und Füllkrug, zwei Torjäger auf Aufholjagd, die vom Aufschwung unter dem neuen Trainer Ole Werner getragen werden, ihn aber gleichzeitig auch prägen. An den vier Spieltagen seit dessen Amtsantritt hat das Bremer Gespann sieben Tore erzielt – da kann kein anderes Sturmduo aus der Spitzengruppe der Liga mithalten. Was sie so gefährlich macht, erklärt Bremens Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt: „Beide kennen die Liga sehr gut. Beide wissen auch, dass sie in der Liga schon oft getroffen haben. Wenn du zwei solche Spieler im Kader hast und ein System findest, in dem beide spielen können, dann kommt die ganze Torgefahr zu Geltung.“

Werder hat dieses System gefunden, und Füllkrug schwärmt, dass es „richtig Spaß“ mache, mit Ducksch, dem einst von ihm skeptisch beäugten Sommertransfer, zusammenzuspielen. Coach Werner nimmt den Fokus jedoch lieber etwas weg von dem Sturmduo und sagt „lieber auf das Kollektiv schauen“ zu wollen: „Dass die beiden miteinander Fußball spielen und sich gegenseitig in Szene setzen, ist für beide Grundvoraussetzung, um persönlich erfolgreich zu sein. Das ist das, was wir erwarten. Und sie tun es auch, was uns natürlich hilft. Zum Toreschießen gehören aber viele dazu.“

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Pässe, Vorlagen, Flanken – allein geht nichts. Auch wenn Ducksch gegen Düsseldorf beide Füllkrug-Treffer vorbereitet hatte. Um bis Saisonende im Tableau der torhungrigsten Sturmkombinationen ganz oben zu stehen, brauchen die beiden Spitzen natürlich Futter von den anderen. Füllkrug weiß, dass es kommen wird, denn: „Alle bei uns sind gierig.“ 

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