Kommentar über die Zukunft des OTB Ein stiller Abgesang für den OTB

Rot-Grün-Rot will die zurückgestellten Gelder für den OTB für Bremerhaven ausgeben. Eine klare Absage für den Terminal ist das nicht, doch für die SPD eine Art gesichtswahrender Abgesang, meint Lisa Boekhoff.
25.06.2019, 20:35
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Ein stiller Abgesang für den OTB
Von Lisa Schröder

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So heißt es zumindest. Doch erneut ist es unwahrscheinlicher geworden, dass das Sprichwort auf den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) zutrifft. Die Koalition will die Entscheidung über das glücklose Projekt in den nächsten vier Jahren aussetzen. Soweit zunächst folgenlos. Doch viel wichtiger: Die zurückgestellten Mittel sollen in dieser Zeit bereits teilweise ausgegeben werden.

Abgesehen von der Frage, welche Bedeutung der OTB für die Energiewende haben könnte: Ist es realistisch, dass der nächste Bremer Senat wieder einen dreistelligen Millionenbetrag dafür locker macht? Offensichtlich hat der Mut gefehlt, sich zu einer klaren Absage durchzuringen. Die SPD versucht mit diesem stillen Abgesang, das Gesicht zu wahren. Schließlich ist der OTB ihr Projekt.

Lesen Sie auch

Dafür hat sie zu hart gekämpft – trotz aller Zweifel und Rückschläge. Die Grünen haben dagegen plötzlich den Druck erhöht und deutlich gemacht: Wir wollen den OTB nicht mehr. Das zeigt Wirkung. Wenngleich die unendliche Geschichte um weitere Kapitel fortgesetzt werden wird. Bremerhaven soll jetzt vom Geld profitieren. Dieses positive Signal für die Seestadt war dringend notwendig.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+