Kommentar über die Restaurantkette Nordsee

Fisch-Monopoly

Ob die Restaurantkette Nordsee mit der Verwaltung in Bremerhaven bleibt, ist weiter unklar. Florian Schwiegershausen kommentiert, warum der Verbleib zumindest nicht an den Standortkosten liegen kann.
05.08.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Fisch-Monopoly
Von Florian Schwiegershausen
Fisch-Monopoly

Seit Monaten ist unklar, ob die Fischrestaurantkette Nordsee mit ihrer Verwaltung in Bremerhaven bleibt.

Jens Wolf

Bei der Fisch-Restaurantkette Nordsee stellt die Unternehmensleitung seit Monaten in Aussicht, dass es die Verwaltung in Bremerhaven aufgeben will. Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will für die verbleibenden Mitarbeiter einen Sozialtarifvertrag aushandeln, der beispielsweise Abfindungen vorsieht. Diese Verhandlungen will Nordsee aber erst beginnen, wenn die Entscheidung über den Standort gefallen ist. Dies wird laut Unternehmen aber nicht vor Ende August der Fall sein.

Lesen Sie auch

Dass – wie überall in der Gastronomie – in den mehr als 300 Restaurants die Corona-Auswirkungen zu spüren sind, ist nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist einer der angeführten Gründe für die Verlegung der Verwaltung: die Standortkosten. Zu hören ist, dass Hamburg der neue Standort werden könnte. Als ob die Büromieten dort niedriger wären als in Bremerhaven. Die Geschäftsführung verspielt gerade ihre Glaubwürdigkeit. Aber für den Besitzer, den Schweizer Finanzinvestor Kharis Capital, zählen wohl nur Ergebnisse – Mitarbeiter und Ansehen scheinen da weniger wichtig zu sein.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+