Reparatur wegen Strömungsschäden Kostenstreit am Jade-Weser-Port

Wilhelmshaven·Bremen. Durch den Bau des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven haben sich Strömungsverhältnisse in der Außenjade erheblich verändert. Dadurch sind unvorhergesehene Reparaturen fällig geworden.
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Kostenstreit am Jade-Weser-Port
Von Peter Hanuschke

Durch den Bau des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven haben sich Strömungsverhältnisse in der Außenjade erheblich verändert. Dadurch sind unvorhergesehene Reparaturen fällig geworden. Die landeseigenen Gesellschaften Niedersachsen Ports und die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft streiten jetzt offenbar um eine Kostenübernahme.

Nach NDR-Angaben sind durch die veränderten Strömungen tiefe Krater, sogenannte Kolke, in den Grund gerissen worden – die größten sollen rund 30 Meter tief gewesen sein. Sie sollen unter anderem im Bereich der direkt benachbarten Niedersachsenbrücke entstanden sein und hätten zeitweise die Standfestigkeit der dort angesiedelten Kohleverladungsanlagen beeinträchtigt. An der Niedersachsenbrücke wurde eine zusätzliche Spundwand installiert. Ein Gutachten habe laut NDR den Tiefwasserhafen als Hauptverursacher der tiefen Löcher benannt. Die Kolke wurden inzwischen verfüllt. Ob sie erneut auftreten können, ist unklar. Angeblich werden regelmäßig Messfahrten mit einem Sonarboot vorgenommen.

Unklar ist derzeit auch, wie die drei Millionen Euro Reparaturkosten aufgeteilt würden, sagte Geschäftsführer Holger Banik, der beide Landesgesellschaften leitet. Banik kündigte für Anfang 2015 eine Einigung an.

Das Land Bremen, das am Jade-Weser-Port beteiligt ist, muss keine Reparaturkosten übernehmen. Die Verträge würden eine Kostenbeteiligung Bremens ausschließen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftssenators auf Anfrage.

Für den kriselnden Tiefwasserhafen gibt es Hoffnung auf regelmäßigen Frachtverkehr mit China. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) berichtete während seines Chinabesuches in Schanghai von „sehr guten Gesprächen“ mit zwei der weltgrößten Reedereien. Beide hätten ihm bestätigt, sie befassten sich „sehr konkret“ mit dem Jade-Weser-Port, sagte Weil.

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