Fachkräftemangel ist ein Problem Viele offene Jobs in Bremen

Die Arbeitslosenquote lag im Januar bundesweit bei 5,3 Prozent. Im Land Bremen lag die Arbeitslosenquote bei 9,3 Prozent, im Januar 2018 waren es noch 9,7.
31.01.2019, 07:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Lakeband

Zum Jahresanfang hat die Arbeitslosenzahl in Bremen und Niedersachsen saisonal bedingt wieder leicht angezogen. Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich der positive Abwärtstrend jedoch fort. Im Land Bremen lag die Arbeitslosenquote demnach bei 9,3 Prozent, im Januar 2018 waren es noch 9,7.

Joachim Ossmann, Chef der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven, erklärt den Anstieg mit der Jahreszeit. Invielen Außenberufen wie etwa dem Garten- und Landschaftsbau würde derzeit nicht gearbeitet, sagt er. Für das Jahr 2019 ist er aber optimistisch: „Die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken.“ Und das, obwohl etliche Prognosen von einem geringeren Wirtschaftswachstum ausgehen und Handelskriege und die Sorge um den Brexit gerade Exportstandorte wie Bremen treffen könnten. Die Indikatoren der Agentur für Arbeit zeigten jedenfalls, dass kein Grund zur Sorge vor Jobabbau bestehe. Im Gegenteil: „Mit fast 8000 offenen Stellenangeboten sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiterhin gut“, sagt Ossmann.

Darin zeigt sich jedoch ein anderes Problem, das momentan viele Unternehmen spüren. Ihnen fällt es schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden, Positionen sind immer länger offen, ehe sie besetzt werden können. Darunter fallen Stellen für ungelernte Helfer, aber auch solche für Fachkräfte.

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Um gegen diesen Mangel an gut ausgebildeten Mitarbeitern etwas zu tun, setzt die Agentur für Arbeit stark auf Fortbildungen. Die seien nicht nur für Menschen ohne Arbeit geeignet, sondern auch für welche, die schon in einem Job sind, sich aber weiterentwickeln wollen. „Auch wenn ein Arbeitsloser nicht zu 100 Prozent zu einem Stellenprofil passt, können wir helfen“, sagt Ossmann, "etwa indem die Agentur für einen bestimmten Zeitraum einen Teil der Lohnkosten übernimmt."

Auch bundesweit nimmt die Zahl der Menschen mit Arbeit zu. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember bei 45,08 Millionen – 488 000 Erwerbstätige mehr als noch vor einem Jahr. Der Anstieg beruhe überwiegend auf mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Deren Zahl hat laut Hochrechnungen der Bundesagentur von Oktober auf November saisonbereinigt um 50 000 zugenommen. Damit hatten 33,50 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job – 666 000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 5,3 Prozent.

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