„Seute Deern“ wird abgewrackt „Seute Deern“ wird bis Juni abgewrackt

Eigentlich hatten die Abwrackarbeiten schon im November beginnen sollen, nun geht es der „Seute Deern“ endgültig an den Kragen. Bis Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
10.01.2021, 05:00
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„Seute Deern“ wird bis Juni abgewrackt
Von Frank Hethey

Nun hat es endgültig geschlagen, das letzte Stündlein der „Seute Deern“: Mit leichter Verzögerung haben die Abwrackarbeiten begonnen, bis Juni soll der Traditionssegler verschwunden sein. In der ersten Phase soll das einstige Wahrzeichen Bremerhavens unter einer Schutzhülle von Schadstoffen befreit werden. Das gilt etwa für asbestbelastete Farbschichten am Rumpf. Dafür war das marode Holzschiff im März 2020 auf Sand gebettet worden. Nach der Demontage muss das Hafenbecken wieder ausgebaggert werden. Allein das Abwracken wird mit drei Millionen Euro zu Buche schlagen, insgesamt summieren sich die Kosten auf fünf Millionen Euro. Zuständig für die Arbeiten ist die Hafengesellschaft Bremen Ports. Das Schiff war 1919 in den USA vom Stapel gelaufen, erst 1938 stach es als „Seute Deern“ ab Deutschland in See. 1966 kam das Schiff nach Bremerhaven, später diente es als Restaurant- und Museumsschiff. Ende August 2019 sank die Bark nach einem Feuer ein halbes Jahr zuvor. Als Ersatz soll das Deutsche Schifffahrtsmuseum einen Nachbau der „Najade“ erhalten. Der erste große Frachtsegler mit Stahlrumpf war 1888 bei Tecklenborg in Geestemünde vom Stapel gelaufen.

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