Feuer in Containern Anschlag auf Flüchtlingsheim in Huchting offenbar aufgeklärt

Vor rund einem Jahr wurde ein Brandanschlag auf ein geplantes Flüchtlingsheim in Huchting verübt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Bremen gegen einen Verdächtigen Anklage erhoben.
14.11.2017, 08:46
Lesedauer: 1 Min
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Von Elke Hoesmann

Ein 20-jähriger Mann aus Serbien soll vor rund einem Jahr den Brandanschlag auf eine unbewohnte Flüchtlingsunterkunft in Huchting verübt haben. Die Staatsanwaltschaft Bremen hat gegen ihn Anklage erhoben. Der Mann konnte aufgrund einer DNA-Spur als mutmaßlicher Täter identifiziert werden, heißt es in einer Mitteilung der Anklagebehörde.

Der 20-Jährige ist verdächtig, am 20. September 2016 gegen 1.45 Uhr zunächst mit Pflastersteinen zahlreiche Fenster zerstört zu haben. Die Unterkunft an der Obervielander Straße 73 war damals im Aufbau. Dann soll der junge Serbe mit Benzin gefüllte Wasserflaschen, sogenannte Molotowcocktails, in die Container geworfen haben. Diese gerieten in Brand, 20 der 80 Container wurden beschädigt, 16 davon mussten entsorgt werden. Der Schaden belief sich laut Staatsanwaltschaft auf mindestens 70.000 Euro.

Um den oder die Täter zu finden, hatte die Polizei zeitweise eine Ermittlungsgruppe unter Beteiligung des Staatsschutzes und der Fachdienststelle für Branddelikte eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft setzte 3000 Euro für Hinweise aus, die zur Aufklärung führen. Die Unterkunft sollte eigentlich im November 2016 eröffnet werden. Wegen des Anschlags verzögerte sich der Einzug von Flüchtlingen um rund vier Monate.

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