Bremen erweitert Angebot Impfungen für 16- und 17-Jährige möglich

Im Land Bremen wird das Impfangebot noch einmal erweitert. Künftig können sich auch Jugendliche im Alter zwischen 16 und 17 Jahren in den Impfzentren impfen lassen.
23.06.2021, 12:38
Lesedauer: 2 Min
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Impfungen für 16- und 17-Jährige möglich
Von Malte Bürger

Erst kürzlich öffnete das Land Bremen die Registrierungsliste für alle Einwohnerinnen und Einwohner ab 18 Jahren, nun können sich auch Jugendliche im Alter zwischen 16 und 17 Jahren um einen Termin für eine Impfung bemühen. Das teilte das Gesundheitsressort am Mittwochmittag mit.

Es wird allerdings Unterschiede beim Impfvorgehen in Bremen und Bremerhaven geben. Der Grund: Die Impfstoffverfügbarkeit. Während in der Seestadt alle potenziellen Impfanwärter per Post eine Einladung erhalten sollen, müssen sich Impfwillige in der Stadt Bremen in eine Liste auf der Internetseite www.impfzentrum.bremen.de eintragen. Sobald Impfstoff zur Verfügung steht, sollen die Jugendlichen dann eine Rückmeldung erhalten, heißt es seitens der Gesundheitsbehörde. "Impfungen für Jugendliche unter 16 Jahren werden entlang der Äußerungen der Ständigen Impfkommission nur in Praxen möglich sein", heißt es weiter.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard zeigte sich zufrieden damit, dass jetzt auch Minderjährige die Aussicht auf eine Impfung im Impfzentrum haben: "Es ist wichtig, dass wir auch für junge Menschen, die unter der Pandemie ebenfalls sehr stark gelitten haben, jetzt auch Impfangebote machen können", sagte sie. "Es tut mir sehr leid, dass es hier nicht schneller gehen kann. Für unter 18-Jährige ist nur der Impfstoff von Biontech zugelassen und davon steht uns im Juli leider weniger zur Verfügung, als in den vergangenen Wochen." Jugendliche, die sich im Impfzentrum impfen lassen möchten, benötigen zwingend eine unterschriebene Einverständniserklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten.

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In diesem Zusammenhang appelliert Bernhard noch einmal an die Impfbereitschaft alle Bremerinnen und Bremer. "Bitte nehmen Sie die Impfmöglichkeiten in den Impfzentren, bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder bei den Betriebsärztinnen und -ärzten wahr", sagte sie. "Sprechen Sie mit Ihren Bekannten, mit Ihrer Familie über die Impfung und die Schutzwirkung. Wir haben es alle in der Hand einen Beitrag zum Ende der Pandemie zu leisten."

Insgesamt zeigte sie sich mit der jüngsten Entwicklung zufrieden. "Wir sind jetzt tatsächlich ein bisschen schneller, als erwartet und das freut mich ungemein. Die ersten 29.500 Impfeinladungen nach Abschluss der Priorisierungen konnten wir bereits versenden und wir werden in den kommenden Tagen und Wochen weitere Impfangebote unterbreiten können."

Für den Monat Juli kündigte Bernhard zudem eine vermehrte Lieferung des Impfstoffs von Moderna an, wodurch weitere Personen einen Termin erhalten werden. Im Land Bremen sind nach Angaben des Gesundheitsressorts bislang mehr als 500.000 Impfungen durchgeführt worden. Mehr als 55 Prozent der Bevölkerung haben inzwischen mindestens eine erste Impfung erhalten, mehr als 32 Prozent besitzen den vollständigen Impfschutz.

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