Ergebnisse der Ministerpräsidenten-Konferenz Bovenschulte erklärt Corona-Lockerungen

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat sich am Mittwochnachmittag in einer Pressekonferenz zu den neuen Corona-Beschlüssen geäußert.
06.05.2020, 17:52
Lesedauer: 2 Min
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Bovenschulte erklärt Corona-Lockerungen
Von Kim Torster

Direkt im Anschluss an die Pressekonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), hat sich auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Mittwochnachmittag in einer Senatspressekonferenz zu den neuen Corona-Beschlüssen geäußert. Darin machte er vor allem deutlich, dass Bremen sich weiterhin an den Kurs der Bundesregierung halten will. Beschlüsse wie die Verlängerung der Kontaktbeschränkung auf den 5. Juni sollen dementsprechend auch in Bremen gelten. Allerdings soll die Beschränkung insofern gelockert werden, dass ein Treffen jetzt nicht mehr nur zwischen zwei Personen, sondern zwischen zwei Haushalten möglich wird. „Zwei Familien dürfen sich treffen“, sagte Bovenschulte.

Neuer Grenzwert für Neuinfektionen

Abweichungen von den bundesweiten Regelungen werde es aber geben, sobald ein Bundesland wieder einen Anstieg von Neuinfektionen verzeichnen sollte. Dafür wurde eine Quote vorgestellt, die eine Art Grenzwert bestimmt. Wird dieser Grenzwert von einem Bundesland überschritten, könne das Bundesland darauf flexibel mit stärkeren Beschränkungen reagieren. Bovenschulte wies zudem darauf hin, dass in Bremen auch nur einzelne Gebiete stärker beschränkt werden könnten, wenn es nur dort zu einem Anstieg der Neuinfektionen komme. Derzeit sei Bremen aber noch weit von einem entsprechenden Grenzwert entfernt.

Schule für alle Jahrgänge ab 18. Mai

Ab dem 18. Mai sollen alle Schüler „die Schule wieder von innen sehen“, so Bovenschulte. Konkret bedeute das aber nicht, dass der Schulbetrieb wieder genauso aufgenommen werden könne wie vor der Pandemie. „Möglicherweise“, so Bovenschulte, werde der Unterricht im Schulgebäude zunächst für wenige Stunden pro Wochen aufgenommen. Des Weiteren soll die Not-Betreuung für Kinder weiter ausgebaut werden. Insbesondere Kinder, die aus schwierigen Familien- oder Wohnverhältnissen stammen, sollen eine Betreuung bekommen.

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Streit um Bundesliga-Regelung

Auch der Breitensport soll ab diesem Donnerstag wieder möglich gemacht werden - allerdings unter strengen Auflagen. So ist Sport zunächst nur unter freiem Himmel möglich und wird nur dann erlaubt, wenn der nötige Abstand eingehalten werden kann. Für die bremischen Sportvereine bedeute das, dass sie ab Donnerstag in Gruppen trainieren dürfen, sofern jedem Sportler eine Fläche von mindestens zehn Quadratmetern zur Verfügung steht. Eine Obergrenze für die Anzahl der Sportler sei nicht vorgesehen. Außerdem heißt es in einer Mitteilung der Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne), dass „in Einzelfallprüfungen beim Sportamt entschieden werden soll, wo und in welchem Umfang das Hallentraining wieder aufgenommen werden kann“. Also auch diesbezüglich könnten die Sportvereine auf baldige Lockerungen hoffen.

In Hinblick auf die Bundesliga-Regelung ließ Bovenschulte durchblicken, dass es Streit zwischen den Ländern gegeben habe. Bovenschulte hatte sich schon vorher dazu geäußert, dass er einen baldigen Bundesliga-Start nicht sinnvoll findet. Geeinigt wurde sich darauf, dass die Bundesliga ab 15. Mai wieder starten darf. Wann genau, könne aber die DFL entscheiden, so Bovenschulte. Er würde einen späteren Zeitpunkt bevorzugen.

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