Zu hohe Corona-Zahlen Bremens Innensenator will Fußball-Bundesligen unterbrechen

Bremens Innensenator macht sich dafür stark, den Spielbetrieb der Deutschen Fußball Liga zu unterbrechen. Wegen der steigenden Corona-Zahlen hat er sich in einem Apell an seine Innenminister-Kollegen gewandt.
26.11.2021, 12:34
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Bremens Innensenator will Fußball-Bundesligen unterbrechen
Von Ralf Michel

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will angesichts der steigenden Corona-Zahlen den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga unterbrechen. „Es gilt, in der Krise Prioritäten zu setzen“, wendet sich Mäurer im Vorfeld der kommenden Innenministerkonferenz Anfang Dezember mit einem dringenden Appell an seine Kolleginnen und Kollegen.

„Es ist höchste Zeit, dass die Deutsche Fußball Liga den Spielbetrieb unterbricht. Wir setzen die Polizeibeamtinnen und -beamten einer unnötig großen Gefahr aus, wenn wir sie mitten in der vierten Welle quer durch die Republik schicken, nur um Fußballspiele gegen gewalttätige Fans abzusichern“, sagte Mäurer am Freitag gegenüber dem WESER-KURIER. Dies sei angesichts der sich zuspitzenden Lage in manchen Teilen Deutschlands nicht mehr zu verantworten. Hinzu komme, dass die Einsatzkräfte vor Ort dringend gebraucht würden.

Personalressourcen auf die "wirklich wichtigen Aufgaben" konzentrieren

„Es gilt, in der Krise Prioritäten zu setzen. Ein Fußballspiel abzusichern, gehört definitiv nicht dazu“, sagte Mäurer. Die Öffentlichkeit erwarte zu Recht, dass sich die Polizei an Kontrollen beteilige und gewalttätige Demonstrationen oder Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Pandemie unterbinde. Aber: „Die Personalressourcen sind endlich, deswegen und aus Gründen der Fürsorge für unsere Kolleginnen und Kollegen müssen wir uns in diesen Wochen auf die wirklich wichtigen Aufgaben konzentrieren.“

Mäurer bat in seinem Schreiben auf der anstehenden Innenministerkonferenz um Beratung und ein geschlossenes Vorgehen, um die Pandemie nicht unnötig zu befördern. „Wir müssen auf die DFL einwirken, den Spielbetrieb umgehend zu unterbrechen oder zumindest vorerst nur Geisterspiele anzusetzen.“

Lesen Sie auch

Werder-Heimspiel gegen Aue: Keine Fans aus Regionen mit hoher Inzidenz

Da eine Beschlussfassung der Innenministerkonferenz erst Ende der nächsten Woche erfolgen kann, hat sich Innensenator Mäurer mit dem Präsidenten vom SV Werder Bremen, Dr. Hubertus Hess-Grunewald, verständigt, beim Heimspiel gegen FC Erzgebirge Aue am 3. Dezember keine Fans aus Regionen mit hohen Inzidenzen ins Stadion zu lassen und die Zuschauerzahl um 25 Prozent zu reduzieren. Der Zutritt wird ausnahmslos beschränkt auf Geimpfte und Genesene (2G).

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+