Gefahr von Geisterspielen Werders Auswärtsspiele: In welchen Stadien Fan-Beschränkungen gelten

Wegen der stark steigenden Corona-Zahlen reagieren die Länder mit Maßnahmen. Davon sind auch die Fußball-Stadien betroffen. Bei einigen Clubs darf Werder Bremen nicht vor vollen Rängen antreten.
25.11.2021, 11:58
Lesedauer: 2 Min
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Von han

Die Corona-Zahlen erreichen fast täglich Höchstwerte, vor denen auch der Fußball nicht die Augen verschließen kann. In den einzelnen Bundesländern treten neue Regeln in Kraft, viele Stadien dürfen ab sofort nicht mehr voll ausgelastet werden. Das betrifft auch zwei der drei Auswärtsspiele, die beim SV Werder Bremen in diesem Jahr noch auf dem Programm stehen.

Am Samstag gegen Holstein Kiel können Fans noch einmal ein volles Haus erleben. Der Club aus Schleswig-Holstein darf seine 15.000 Plätze kleine Arena unter 2G-Bedingungen auslasten: Nur wer geimpft oder genesen ist, kann rein. Der Gästebereich ist bereits ausverkauft.

Stadion in Regensburg darf nur zu 25 Prozent ausgelastet sein

Deutlicher kleiner wird die Kulisse dann in Regensburg sein. Laut neuer Corona-Verordnung in Bayern dürfen nur 25 Prozent der 15.210 Plätze besetzt sein – ganz konkret macht das 3.802. Außerdem gilt die 2G-plus-Regel. Das heißt, auch Geimpfte und Genesene müssen einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Maskenpflicht gilt sowieso. So läuft es am Freitag beim Spiel von Jahn Regensburg gegen Dynamo Dresden, gegen Werder Bremen am 10. Dezember könnte es so bleiben.

Beim Auswärtsspiel gegen Hannover 96 (19. Dezember) darf nach aktuellem Stand die HDI-Arena halb voll werden. Nach neuer Corona-Verordnung in Niedersachsen sind bei Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen maximal 50 Prozent Auslastung erlaubt. Beim 49.200 Plätze fassenden Stadion in Hannover können also 24.600 Besucher kommen. Es gilt die 2G-Regel. Tickets für das Spiel von Werder Bremen in Hannover sind – anders als geplant – noch nicht im Verkauf.

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Clubs in Sachsen müssen wieder Geisterspiele hinnehmen

Für Jahn Regensburg und Hannover 96 ist das bitter, andere Clubs trifft es aber noch härter. In Sachsen etwa dürfen inzwischen gar keine Fans mehr kommen. So gesehen ist es gut, dass das Spiel zwischen Werder und Erzgebirge Aue am 16. Spieltag in Bremen steigt. Im Erzgebirgskreis liegt die Corona-Inzidenz bei dramatischen 1346,4 – in Bremen bei 200. Das Weserstadion darf nach aktuellem Stand voll ausgelastet werden.

Sachsen zeigt: Die Gefahr, dass die Geisterspiele zurückkehren, ist real. Aue-Präsident Helge Leonhardt hat sogar schon einen Fußball-Lockdown gefordert und befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung durch die bundesweit unterschiedliche Stadien-Auslastung. Der Appell wurde allerdings nicht erhört, die Deutsche Fußball-Liga hat die Forderung nach einer Unterbrechung des Spielbetriebs bereits abgeschmettert.

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