Verkehrsprojekte auf der Agenda

Deputation schiebt Planung der Fahrradbrücken in Bremen an

Die Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung hat die Kosten für die Planung von Weserbrücken für Radfahrer und Fußgänger bewilligt. Zuschüsse vom Bund könnten die Summe von 400.000 Euro senken.
24.10.2019, 20:58
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Deputation schiebt Planung der Fahrradbrücken in Bremen an
Von Justus Randt
Deputation schiebt Planung der Fahrradbrücken in Bremen an

Eine Machbarkeitsstudie der Baubehörde für neue Fahrrad- und Fußgängerbrücken existiert bereits seit mehreren Jahren.

Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Die Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung hat am Donnerstag drei Verkehrsthemen vorangebracht. „Wir sind ,Stadt am Fluss‘, haben aber kaum Weserquerungen“, führte Senatorin Maike Schaefer (Grüne) zum ersten Punkt: Für den Bau neuer Rad- und Fußverkehrsbrücken über die Weser haben die Deputierten bei einer Enthaltung gestimmt.

Insgesamt sollen 400.000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 für entsprechende Planungen bereitgestellt werden. Ralph Saxe, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, geht davon aus, dass der Bremer Anteil durch Bundesfördermittel noch auf 160.000 Euro sinken könne. Thore Schäck (FDP-Fraktion) enthielt sich: Solange der Förderanteil des Bundes nicht zu beziffern sei, halte es die FDP für besser, das Geld in den Erhalt der vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur zu investieren.

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Dennoch waren sich nicht nur die rot-grün-roten Koalitionäre einig darin, dass es erfreulich sei, in Sachen Verkehrswende konkret zu werden, wie Schaefer es nannte: Auch Heiko Strohmann, Verkehrsexperte der CDU-Fraktion, steht dahinter: „Der Ausbau sollte nicht zu defensiv sein, eine große Mehrheit ist ja dafür“, sagte er. Man dürfe „die Wirtschaftsverkehre nicht gegeneinander ausspielen“, der Ringschluss der Autobahn 281 „muss dann auch kommen“. Die Fahrradbrücke werde „den Verkehr in Walle und der Überseestadt nicht retten“.

Die vorgesehenen 400.000 Euro sind auf diese Planungen verteilt: Die Korbinsel-Brücke zwischen Habenhausen und Hemelingen, die Brücke über die große Weser, vom Stadtwerder zum Altenwall, und die Weserbrücke, die Woltmershausen mit der Überseestadt verbinden soll. Zudem soll die „Unterführung Habenhauser Brückenstraße“ als Premiumrouten-Teilstück geplant werden. Für die Brücke über die kleine Weser seien bereits Bundesmittel aus dem Städtebauförderprogramm zu 90 Prozent bereitgestellt worden, sagte Senatorin Schaefer. Bei der Bundesverkehrsministerkonferenz habe es kürzlich Signale gegeben, dass „deutlich mehr Geld“ in die Radverkehrsförderung fließen solle.

Auf Initiative der FDP war auch die Lesumbrücke im Verlauf der Autobahn 27 Thema in der Deputation. „Zur faktischen und ganzheitlichen Situation“ der maroden Brücke war vor allem zu erfahren, dass das für diesen Monat vom Amt für Straßen und Verkehr angekündigte Zweitgutachten zu Detailfragen der Sanierung weiterhin erwartet werde. Schaefer versprach, die verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen, also auch Thore Schäck, zusammenzutrommeln, sobald das Ergebnis der Untersuchung vorliege.

Der oder die Poller in der Knochenhauerstraße werden erst Anfang 2020 installiert. Das sagte Gunnar Polzin, Abteilungsleiter Verkehr bei der Senatorin, auf Nachfrage von Michael Jonitz (CDU). Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der City-Initiative, erklärt das so: Die Logistik eines der Kaufhäuser lasse sich 2019 nicht mehr umstellen: Die 36-Tonnen-Sattelzüge seien zu groß für die Umleitung über die Pelzerstraße. „Während der Bauzeit müssen kleinere Fahrzeuge kommen.“

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