Impfungen beginnen am 27. Dezember 1950 Corona-Impfungen in Bremen noch in diesem Jahr

Die Zahl der Impfstoffdosen der ersten Lieferung für das Land Bremen steht nun verbindlich fest. Die damit möglichen Impfungen können noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
22.12.2020, 05:00
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1950 Corona-Impfungen in Bremen noch in diesem Jahr
Von Timo Thalmann

Fünf Gebinde mit jeweils 975 Corona-Impfdosen in 195 Fläschchen wird Biontech an das Land Bremen in einer ersten Lieferung schicken. Das steht nach Angaben des Gesundheitsressorts jetzt verbindlich fest. Zum Jahreswechsel oder spätestens Anfang 2021 werden weitere Lieferungen erwartet, deren Umfang und genauer Termin jedoch wieder unklar ist. Eines der jetzt zugesagten Gebinde ist für Bremerhaven vorgesehen.

Damit verbleiben für den Auftakt der Impfkampagne am 27. Dezember 3900 der insgesamt 4875 Impfdosen dieser allerersten Charge in der Stadt Bremen. Da jeder zweimal geimpft werden muss, können mit dieser Lieferung 1950 Personen behandelt werden. Das werden ausschließlich Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen sein. Die 1950 Erst-Impfungen sollen noch vor Silvester abgeschlossen sein.

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Die Häuser werden dafür von 14 mobilen Impfteams besucht, jeweils sieben Teams des Roten Kreuzes (DRK) und der Johanniter. In jedem dieser Teams fahren Ärzte sowie impfbefähigtes Fachpersonal mit. Diese Mitarbeitenden haben sich laut Gesundheitsressort allesamt freiwillig für die Aufgabe gemeldet, sind aber vertraglich dem Impfzentrum angebunden. Das sei notwendig, da das Impfen eine staatliche Aufgabe ist.

Wegen des anfänglich sehr knappen Impfstoffes werden zunächst diejenigen geimpft, die durch das Virus am meisten gefährdet sind. Das sind Menschen über 80 Jahre in Pflegeeinrichtungen und ihre Pflegekräfte sowie danach die gleiche Altersgruppe außerhalb der Heime. Laut Bevölkerungsstatistik sind in Bremen mehr als 40.000 Einwohner älter als 80 Jahre.

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Allein diese Impfungen werden abhängig von der Zahl der gelieferten Impfdosen mutmaßlich bis in den Februar dauern. Kersten Artus als Sprecherin des Gesundheitsressort weist darauf hin, dass diese Bürgerinnen und Bürger sorgfältig aufgeklärt werden müssen und nicht immer leicht erreichbar seien. „Wir appellieren an die Solidarität der Gesellschaft, Geduld zu zeigen.“

In der ersten Phase der Impfung, in der es allein um die am meisten gefährdete Bevölkerung geht, werden darum die Impftermine gezielt vergeben und die Betroffenen angeschrieben. Es besteht keine Möglichkeit, einen Impftermin zu bekommen, ohne dazu vom Impfzentrum eingeladen zu werden. Wer keinen Termin hat, kann nicht geimpft werden.

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