Bremens Rechtsstreit mit der DFL Kommentar: Fußball im Gerichtssaal

Bremens Streit mit der Deutschen Fußball Liga geht in die entscheidende Runde. Die juristische Auseinandersetzung ist auf Bundesebene angekommen. Und genau dort gehört sie auch hin, sagt Redakteur Ralf Michel.
24.03.2019, 19:35
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Kommentar: Fußball im Gerichtssaal
Von Ralf Michel

Bremen könnte tatsächlich mal wieder zum Nabel der deutschen Fußballwelt werden. Nein, (noch) nicht auf dem Platz, sondern im Gerichtssaal. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig berät an diesem Dienstag darüber, ob es rechtens ist, der Deutschen Fußball Liga (DFL) für zusätzliche Polizeikosten bei Fußballspielen einen Gebührenbescheid zu schicken. Bremen hat das getan. Schon sieben Mal, insgesamt geht es inzwischen um 2,3 Millionen Euro.

Die DFL hat von Anfang an gesagt, dass sie dagegen notfalls durch alle Instanzen klagen wird. Jetzt ist der Fall tatsächlich auf Bundesebene angekommen, aber genau dort gehört er auch hin. Denn es handelt sich eben nicht, wie der Ligaverband gerne glauben machen will, um eine Auseinandersetzung zwischen den kleinen störrischen Bremern und der DFL. Und schon gar nicht um einen Rechtsstreit, der am Ende allein zu Lasten von Werder Bremen gehen wird, wie von der DFL für den Fall einer Niederlage schon angekündigt.

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In Leipzig geht es am Dienstag um ein grundsätzliches Rechtsproblem. Und sollte am Ende tatsächlich ein Urteil zugunsten der Bremer Gebührenbescheide stehen, wird die DFL-Zentrale in Frankfurt gar nicht schnell genug ihren Briefkasten leeren können, so viele Rechnungen werden ihr dann auch aus anderen Bundesländern ins Haus flattern. Egal, was der eine oder andere Innenminister heute noch zu diesem Thema behauptet.

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