Kommentar zum Nahverkehr

Zu eng für soziale Distanz

Es reicht nicht, die Corona-Einnahmeausfälle im öffentlichen Nahverkehr auszugleichen. Es muss in den Ausbau investiert werden, meint Pascal Faltermann.
03.11.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Zu eng für soziale Distanz
Von Pascal Faltermann
Zu eng für soziale Distanz

Der Fuhrpark der BSAG ist zu beengt, um in Corona-Zeiten die Taktung der Verbindungen erhöhen zu können.

Frank Thomas Koch

Die Corona-Krise zeigt eines ganz deutlich: Die Verkehrswende droht zu kippen. Wenn es zu den Stoßzeiten in Bussen und Bahnen eng ist wie in einer Diskothek (vor der Pandemie), ist es kein Wunder, dass viele aus Angst vor einer Ansteckung den öffentlichen Nahverkehr meiden. Es fehlt Platz für genügend Abstand, und so bleiben auch die Fahrgäste weg. Folglich brechen bei den Verkehrsunternehmen die Einnahmen weg, die mit Finanzspritzen in Millionenhöhe ausgeglichen werden müssen.

Dass die Bremer Straßenbahn AG nur sehr begrenzt die Taktungen der Verbindungen erhöhen kann, weil es keine Fahrzeug- und Personalreserven gibt, verstärkt das Problem nur noch. Es bleibt zu eng für die Fahrgäste im Nahverkehr. Um soziale Distanz zu ermöglichen, werden dringend zusätzliche Kapazitäten benötigt. Es reicht also nicht, die Verluste auszugleichen. Es muss in den Ausbau, in neue Busse und Bahnen investiert werden.

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