Kompanie Unusual Symptoms Tanz das soziale Netzwerk!

Dem Körper als Träger von Persönlichkeit widmet sich die Tanzsparte des Theaters Bremen in der kommenden Spielzeit in gleich mehreren Produktionen.
26.04.2019, 17:20
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Tanz das soziale Netzwerk!
Von Hendrik Werner

Um Identität, performative Selbstentwürfe und den Körper als Träger von Persönlichkeit soll es in der Spielzeit 2019/20 in den Tanzproduktionen des Bremer Theaters gehen. Das sagte am Freitag Gregor Runge, der die Sparte seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit Alexandra Morales verantwortet. Nach dem personellen Umbruch, der auch die Akteure beträchtlich betraf, sei er „glücklich zu sehen, wie das neu formierte Ensemble beim Publikum ankommt“, sagte Runge weiter.

Los geht es am 18. Oktober im Brauhaus mit „Bravehearts“, einer Choreografie des vormaligen Spartenleiters Samir Akika, die laut Gregor Runge an dessen Arbeit „Pink Unicorns“ aus dem Jahr 2018 anknüpft. Erneut geht es um einen Dialog zwischen den Generationen; diesmal steht eine Mutter-Tochter-Beziehung auf dem Prüfstand.

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„Spektrum“ heißt eine Produktion, die der ungarische Choreograf Máté Mészáros im Kleinen Haus mit der Tanzkompanie Unusual Symptoms verwirklicht (Premiere: 24. Oktober). Der durchscheinende, ja gespenstische Titel soll sich Runge zufolge auch im Bühnenraum manifestieren, den das Bremer Künstlerkollektiv Urbanscreen mit Licht- und Videoinstallationen ausstattet. Das Stück umfasse acht Soli, die danach fragen, wie sich Individualität konstituiert. Runge bescheinigt den Arbeiten von Mészáros, der 2016 in Bremen mit „NEXTtoME“ debütierte, eine „hohe körperliche Intensität“.

Nämliches ist auch von der Zusammenarbeit der katalanischen Choreografin Núria Guiu Sagarra mit Unusual Symptoms zu erwarten, die unter dem Leitwort „Followers Grow Magic“ am 16. Mai 2020 im Kleinen Haus Premiere hat. Darin geht es um das soziale Prestige als Währung in der digitalen Ära im Allgemeinen und in den – sogenannten! – sozialen Netzwerken im Besonderen.

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Unter dem Platzhalter „Ein neues Stück“, vormals oft für Projekte Akikas veranschlagt, hat am 27. Februar 2020 eine Choreografie von Helge Letonja Premiere. Realisiert wird das Stück im Zusammenhang mit dem bremisch-niedersächsischen Entwicklungskonzept „TanzRAUM Nord – Global Moves“.

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