Kommentar über Strategien von Museen Unverkrampft

Die Weserburg wagt ein Experiment mit „pay as you go“ - der Eintrittspreise richtet sich nach der Dauer des Besuchs. Eine gute Idee, meint Iris Hetscher.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Unverkrampft
Von Iris Hetscher

Lange hat sich die Diskussion um Eintrittspreise in Museen auf die Maximallösung beschränkt. Die These: Die Besucherzahlen steigen automatisch, wenn man überhaupt kein Ticket mehr lösen muss. Doch diese Gleichung geht nicht auf, das haben Versuche gezeigt. Weserburg-Geschäftsführer Tom Schößler war selbst an einer Studie in Baden-Württemberg beteiligt und sieht das Ganze differenzierter. Fazit: Es geht weniger um Geld denn um Attraktivität.

Lesen Sie auch

Besucher müssen überzeugt werden, ihre Freizeit in Museen zu verbringen. Nicht zu unterschätzen ist zudem eine psychologische Schwelle in den Köpfen einiger Besucher: Der Preis von neun Euro muss sich lohnen; da will man möglichst viel abhaken, was eher dem Erledigen einer Hausaufgabe denn Kunstgenuss gleichkommt.

Von daher lohnt jede Idee, Konventionen zu überprüfen. Die Weserburg wagt es mit „pay as you go“. Das könnte die einen zu einer ersten Stippvisite animieren. Die anderen freuen sich, gezielt ihr Lieblingswerk ansteuern zu können. Je unverkrampfter es zugeht in Häusern, die unter dem altehrwürdigen Begriff Museum versammelt sind, desto besser.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+