Wissenschaftsplan 2025

Mehr Geld für Bremens Hochschulen

Der Senat hat den Wissenschaftsplan 2025 beschlossen. Darin sind die Aufstockung des Wissenschaftshaushalts und die Rückkehr zur Exzellenz-Uni verankert, erklärte Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt.
13.02.2019, 13:21
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Mehr Geld für Bremens Hochschulen
Von Lisa-Maria Röhling

Den Exzellenzstatus, das ist für Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) klar, soll die Uni Bremen zurückbekommen. Dafür wollen sie und ihr Ressort sorgen, sagt sie. "Wir wollen, dass die Universität gestärkt in die nächste Runde der Exzellenzstrategie einzieht und eine reale Chance erhält, den Exzellenztitel wieder nach Bremen zu holen." Dabei ist die Rückkehr zur Exzellenz-Uni nur ein kleiner Bestandteil des Wissenschaftsplans 2025, den der Senat am Dienstag beschlossen hat. Darin festgeschrieben: mehr Studienplätze in Bremen und Bremerhaven, mehr Geld für die Hochschulen und die Wissenschaft, mehr Arbeitsplätze in Lehre und Forschung, mehr Frauen in Professuren.

"Die Wissenschaft ist ein zentraler Schwerpunkt für die Weiterentwicklung des Landes Bremen", beschreibt Quante-Brandt die Bedeutung des 123-seitigen Papiers. Für die darin beschriebene Zielsetzung ist zunächst eine Aufstockung des Wissenschaftsetats vorgesehen, bis 2025 soll er von aktuell 352 Millionen Euro auf 542 Millionen Euro pro Jahr steigen. Zudem sollen bis dahin über 70 neue Professuren in Bremen und Bremerhaven eingerichtet werden, ein besonderer Fokus soll dabei auf einem höheren Frauenanteil liegen. Damit geht eine allgemeine Stellenaufstockung in der Wissenschaft einher: 237 Arbeitsplätze für Wissenschaftler, darunter 32 neue Professuren, sollen allein an der Uni Bremen entstehen. Für die Hochschule Bremen sind 48 Stellen, darunter 15 Professuren, vorgesehen, für die Hochschule Bremerhaven 47 inklusive 23 Professuren, für die Hochschule der Künste 14 Stellen inklusive vier Professuren.

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Das schafft auch Kapazitäten für mehr Studierende: 40.000 junge Menschen sollen bis 2035 im Land Bremen studieren, allein 5000 davon an der Hochschule in Bremerhaven. Quante-Brandt erhofft sich aus dem Ausbau der Wissenschaftsstellen und der Studienkapazitäten eine Verjüngung der beiden Städte: "Die jungen Menschen sollen hier bleiben." Um für diese Studierenden auch die Lehre zu verbessern, ist im Wissenschaftsplan ein Leitbild verankert, bei dem Bildungsziele mit dem jeweiligen Hochschulprofil verknüpft werden. So sollen Studiengangsprofile entstehen, die herausstellen, was Bremer Absolventen auszeichnet. Damit einhergehen soll ein Lehrpreis, der für besonderes Engagement und guten Unterricht vergeben wird.

Weitere Ziele des Wissenschaftsplans sind der Ausbau einer digitalen und multimedialen Infrastruktur sowie eine internationale Ausrichtung des Standortes Bremen. Außerdem soll der Fokus an der Uni und den Hochschulen künftig auf sogenannten Transferschwerpunkten liegen. Damit soll zwischen Wissenschaft, Bürgern und Wirtschaft vermittelt werden, um den Forschungsstandort sichtbar zu machen und das Studium mit Blick auf Bremer Unternehmen anwendungsorientiert zu gestalten. Deshalb soll es künftig auch einige neue Studiengänge geben, beispielsweise das Fach "Cyber Security" an der Hochschule Bremerhaven und das Fach "Space Technology" an der Uni Bremen. Zudem sollen bisherige Angebote an der Universität in den Fächern Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache und Inklusive Pädagogik ausgebaut werden.

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Zudem prüft das Wissenschaftsressort in Zusammenarbeit mit den Bildungs- und Sportressorts, ob der Studiengang Sportpädagogik der Uni Bremen wieder aufgenommen wird. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht. Ähnlich steht es um die Medizinerausbildung: Momentan wird der Aufbau einer Universitätsmedizin für den klinischen Teil der Ausbildung geprüft.

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