Zentraler Omnibusbahnhof

Opposition fordert Lösung für ZOB

Es gibt immer mehr Zoff um den ZOB: Vertreter der Bremer CDU und FDP kritisieren die erfolglosen Beratungen zu einem neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB).
30.08.2017, 19:20
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Opposition fordert Lösung für ZOB
Von Pascal Faltermann

Vertreter der Bremer CDU und FDP kritisieren die bislang erfolglosen Gespräche zu einem neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Die beiden Oppositionsparteien üben zudem Druck auf den Senat aus, nachdem ein Grundstückseigentümer der Stadt schleppende Verhandlungen vorwarf.

Die CDU habe bereits 2011 anlässlich der angekündigten Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs den Senat aufgefordert, eine Lösung für den ZOB zu finden, sagt Heiko Strohmann, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion. Inzwischen sei es fraktionsübergreifend Konsens, dass der ZOB eines der zentralen Probleme im Verkehrsbereich sei. „Doch statt mit Hochdruck an dem Projekt zu arbeiten, stümpert Verkehrssenator Lohse weiter vor sich hin und produziert Gutachten um Gutachten“, sagt Strohmann.

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Es mache ihn fassungslos, dass offenbar seit zwei Jahren ein Angebot für die favorisierte Fläche vorliege, aber seitens der Behörde niemand die Verhandlungen aufgenommen habe. „Wir brauchen für den ZOB jetzt eine Lösung und keinen ständigen Verweis auf übergeordnete Planungen.“

Ähnlich sieht es der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Magnus Buhlert: „Es ist einfach unverantwortlich, bei so einem zentralen Projekt den Eigentümer einer potenziellen Fläche zwei Jahre lang im Ungewissen zu lassen. Wer so Politik betreibt, der handelt unseriös.“ Buhlert denkt zudem an einen anderen Standort: „Ich persönlich halte die Wiese vor dem Überseemuseum aufgrund ihrer größeren Nähe zum Hauptbahnhof für besser geeignet.„ Dort könnte zudem ein ZOB entstehen, der die Gegend rund um den Bahnhof aufwerte. “In jedem Fall muss der Trödel-Senat endlich in die Puschen kommen.“

In dieser Woche soll es ein Treffen zwischen dem Grundstückseigentümer und Vertretern der Verkehrsbehörde geben.

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