Kommentar von Wigbert Gerling Heikle Mission der Bremer Grünen

Seit der Wahl sind mehr als sieben Monate vergangen, aber nach den Stimmenverlusten einst im Mai ist die Partei noch nicht in die Normalität zurückgekehrt. Das Nachbeben ist unverkennbar.
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Seit der Wahl sind mehr als sieben Monate vergangen, aber nach den Stimmenverlusten einst im Mai ist die Partei noch nicht in die Normalität zurückgekehrt. Das Nachbeben ist unverkennbar.

Hinterbänkler, die sich weiter vorn im Parlament gesehen hatten, hadern mit ihrem Schicksal, grüne Kandidaten, die es gar nicht erst ins Parlament geschafft haben, erst recht. Ehemalige, die nicht loslassen können, funken unverdrossen ins politische Geschäft hinein, Profilsüchtige diesseits der Altersgrenze chaotisieren – in der Hoffnung, wenn schon nicht den Grünen, so doch sich selbst dienen zu können.

Kai-Lena Wargalla will Bremer Grünen-Chefin werden

Und da soll eine junge Frau motiviert werden, die mit Pep für die Parteispitze kandidiert? Die Suche dauerte. Logo. Schon kam intern die Sorge auf, es werde sich keine Bewerberin finden. Aber nun doch: Kai-Lena Wargalla will sich trauen. Eine heikle Mission.

Es gibt genug grüne Promis, die nicht wahrhaben wollen, dass die Gründerzeit der Partei vorbei ist und sie sich beeilen muss, will sie Anschluss an die Moderne finden. Da passt eine junge Frau. Wargalla bekommt gut zu tun. Der Wahlausgang ist offen. Fest steht: Sie wird sich wundern. wigbert.gerling@weser-kurier.de

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