Sielwall-Sperrung

Schaefer zieht die Notbremse

Schlechte Neuigkeiten für Autoposer: Die Sielwall-Kreuzung soll ab dem 25. Juni an den Wochenenden in den Abend- und Nachtstunden gesperrt werden.
17.06.2021, 11:19
Lesedauer: 1 Min
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Schaefer zieht die Notbremse
Von Frank Hethey
Schaefer zieht die Notbremse

Schluss mit lustig: Ab dem 25. Juni soll die Sielwall-Kreuzung in den Abend- und Nachtstunden der Wochenenden gesperrt sein.

Frank Thomas Koch

Schluss mit lustig: Die Sielwall-Kreuzung soll künftig an Wochenenden gesperrt sein. Die neue Regelung wird voraussichtlich am 25. Juni in Kraft treten und gilt für die Abend- und Nachtstunden von 21 bis 5 Uhr. Laut Mobilitätsbehörde werden die Straßen jeweils 80 Meter vor der Kreuzung für den allgemeinen Verkehr gesperrt, nur der ÖPNV, Taxis und Rettungsfahrzeuge dürfen dann noch passieren. "Alles andere hat vor allem gegen die Poser nicht gegriffen", sagt Mobiltätssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Passanten und Autofahrer seien sich zunehmend in den Weg gekommen. Die Regelung läuft unbefristet.

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Mit der Sperrung zieht Schaefer die Notbremse. Das warme Wetter lockt Partygänger und Poser in Scharen ins Viertel, am vergangenen Wochenende war die Polizei an der Sielwall-Kreuzung erneut im Dauereinsatz. Mit einem Großaufgebot musste eine Schlägerei unterbunden werden. Schon lange empfinden Anwohner und Wirte die Situation als unerträglich. Bereits vor Jahresfrist hatten die Beiräte Mitte und Östliche Vorstadt eine Sperrung an den Wochenendabenden gefordert.

Dass zunächst das erste Juli-Wochenende als Starttermin ins Auge gefasst war, sorgte für Unmut unter Stadtteilpolitikern. Schaefers grüner Parteifreund Jonas Friedrich, Sprecher des Beirats Mitte, appellierte an die Senatorin, die Sperrung so schnell wie möglich umzusetzen. Dem Drängen gibt Schaefer jetzt nach. Ein ursprünglich geplanter, auf sechs Wochen angelegter Verkehrsversuch ist nun endgültig vom Tisch. Stattdessen wurde die obligatorische Anhörung beteiligter Behörden auf zwei Wochen bis zum 23. Juni verkürzt. 

Regelrecht abgeriegelt wird die Kreuzung allerdings nicht. Laut Ressortsprecherin Linda Neddermann werden lediglich Verbotsschilder aufgestellt. Die Sperrung gilt bis auf die genannten Ausnahmen ohne Unterschied für alle motorisierten Fahrzeuge. Auch für Anwohner sind laut Behörde keine Sonderregelungen vorgesehen.

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