Fußball Bremen-Liga Block: „Der Brinkumer SV hat die bessere Perspektive“

Er ist einer der prominentesten Winterzugänge in der Bremen-Liga: Daniel Block schloss sich dem Brinkumer SV an und verstärkt das Mittelfeld des Tabellenzweiten.
21.02.2015, 00:00
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Er ist einer der prominentesten Winterzugänge in der Bremen-Liga: Daniel Block schloss sich dem Brinkumer SV an und verstärkt das Mittelfeld des Tabellenzweiten. Der 24-Jährige kam zunächst beim FC Oberneuland und zuletzt beim VfB Oldenburg zu Regionalliga-Einsätzen. Zwischendurch trat Block vier Jahre mit der SG Aumund-Vegesack in der Bremen-Liga an. Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte sprach Stefan Freye mit dem Fußballer.

Sie waren erst im Sommer nach Oldenburg gewechselt. Warum die Rückkehr in die Bremen-Liga nach nur einem halben Jahr?

Daniel Block: Ganz einfach: Ich war vor der Saison gemeinsam mit Trainer Kristian Arambasic zum VfB gewechselt. Aber dort lief es auch nach Überwindung meiner Schambeinentzündung im Herbst nicht wie geplant. Nach dem Abschied von Kristian Arambasic habe ich unter dem neuen Trainer Predrag Uzelac auch nur ein Spiel gemacht. Danach war ich außen vor und kam in der U 23 zum Einsatz. Obwohl mich der VfB Oldenburg im Gegensatz zu manch anderen Teamkollegen in der Winterpause nicht angesprochen hat, habe ich mich zu einem Wechsel entschieden.

Warum ging es nicht zurück zur SAV?

Ich hatte tatsächlich vier tolle Jahre mit den Jungs. Aber es gab bei meinem Abschied den einen oder anderen Misston, und deshalb war die SAV keine Option für mich. Außerdem hat der Verein aus meiner Sicht eine weniger gute Perspektive als der Brinkumer SV. Allein in Richtung Regionalliga-Aufstieg, der bei der SAV kein Thema ist.

Ihre neue Mannschaft hatte zum Saisonbeginn mit einer tollen Siegesserie beeindruckt, verlor zuletzt aber deutlich an Boden gegenüber Spitzenreiter Bremer SV. In welcher Situation sehen Sie den Brinkumer SV?

Erst mal ist es ja nicht ungewohnt, mit der SAV habe ich auch oben mitgespielt. Ich freue mich auf die kommenden Spiele, auch wenn es für die Meisterschaft wohl nicht mehr reichen wird. Unser klares Ziel, das sagt auch der Trainer, ist nun der Pokal. Dort wollen wir so weit wie möglich kommen. Ich weiß vom Titelgewinn 2013 mit der SAV ja noch, wie toll es sein kann.

Und wenn wir mal über das Saisonende hinaus denken: Welche Perspektiven hat der Brinkumer SV?

Das ist eine junge talentierte Truppe, die gemeinsam mit dem ebenfalls noch jungen Trainer Dennis Offermann etwas erreichen will. Ich hatte im vergangenen Sommer schon Kontakt zum Brinkumer SV und war bereits da von diesem Konzept überzeugt.

Bereits 2013 nahm Brinkum an der Relegation zur Regionalliga teil, als Tabellenfünfter der Bremen-Liga, also quasi in einer Art Testlauf. Können Sie sich vorstellen, dass der Verein einen weiteren, ernsthaften Anlauf unternimmt?

Ich kenne die Auflagen für die Regionalliga nicht genau. Aber wenn der Bremer SV es schafft, warum sollte Brinkum es nicht schaffen? Vielleicht spielen wir in zwei, drei Jahren die Relegation.

Der Brinkumer SV hat es vor zwei Jahren getan, der BSV war 2014 in der Relegation dabei und will nun einen neuen Anlauf starten. Weitere Vereine aus der Bremen-Liga bekunden zumindest ihr Interesse an der Regionalliga. Man hat den Eindruck, dass die Bremer wieder mutiger mit dem Aufstieg in die vierte Liga umgehen. Ein gutes Zeichen?

Ja. Ich muss auch sagen, dass die Bremen-Liga in den letzten fünf Jahren an Qualität gewonnen hat. Früher wurde sie ja gern mit der niedersächsischen Landesliga verglichen – das finde ich gar nicht. Wenn der BSV mit seiner Mannschaft aufsteigt, kann ich mir gut vorstellen, dass er sich hält, vielleicht mit noch zwei, drei Verstärkungen. Insgesamt finde ich es gut, dass die Ziele offensiver formuliert werden.

Wie sind die vergangenen Wochen in Brinkum gelaufen?

Wir hatten eine durchweg positive Vorbereitung und haben viele und gute Tests gespielt. Selbst das Spiel gegen den BSV Rehden zähle ich dazu, auch wenn wir am Ende mit 2:5 verloren haben. Wir hatten schließlich am Vortag noch den Test gegen den VfL Oythe (4:2, Anmerkung der Red.), und deshalb waren wir nach 70 Minuten gegen Rehden k.o.

Nun empfängt Ihr Team am Sonntag um 15 Uhr den KSV Vatan Sport. Was erwarten Sie von diesem Einstand?

Das wird sicher ein kampfbetontes Spiel. Ich hoffe, dass wir auf Rasen antreten können, weil der Platz einfach größer ist. Aber wie auch immer: Wir müssen die Situation annehmen und das Spiel gewinnen.

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