Nutzung nur in bestimmten Zeitfenster

Rennverein bewirbt sich für Zwischennutzung der Galopprennbahn

Noch wurde keine permanente Lösung für die Nutzung des Rennbahngeländes in der Vahr gefunden. Der Bremer Rennverein möchte gerne wieder Rennen veranstalten und hat nun einen Antrag auf Zwischennutzung gestellt.
19.07.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Rennverein bewirbt sich für Zwischennutzung der Galopprennbahn
Von Mathias Sonnenberg

Einen neuen Vorstand hat der Bremer Rennverein bereits gewählt, doch die weitaus drängendere Frage bleibt: Wann wird es auf der Galopprennbahn in der Bremer Vahr eigentlich wieder Rennen geben? Ein Thema, das den Pferdesport in Bremen und Umgebung schon seit geraumer Zeit beschäftigt. So langsam werden die Pläne für eine Nutzung konkreter, denn in dieser Woche trafen sich die Vorstandsmitglieder Frank Lenk, Moritz Becher und ­Thomas Maruhn mit Oliver Hasemann. Der ist einer der führenden Köpfe der Zwischenzeitzentrale (ZZZ), die die Zwischennutzung auf dem Gelände organisieren soll.

Lenk sprach später von einem guten Gespräch, in dem die Positionen ausgetauscht und eine mündliche Bewerbung des Rennvereins für das Gelände abgegeben worden sei. Man wolle, so Lenk, „keinen Closed-Shop, sondern Teil des Nutzungskonzeptes werden“. Diese Bedenken, die es bei der ZZZ offenbar gegeben habe, hätte der Vorstand des Rennvereins ausgeräumt. Man wolle nicht das ganze Jahr lang die Bahn nutzen, sondern nur ein bestimmtes Zeitfenster. Wann das sein könnte, wurde nicht abschließend geklärt. Lenk weiter: „Uns schwebt eine Woche pro Jahr vor, in der wir dann zwei oder drei Rennen veranstalten könnten.“ Zuletzt hatte er den Herbst 2021 ins Spiel gebracht, die Finanzierung der Rennen sei bereits gesichert
– ohne staatliche Hilfe.

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Der Rennverein wird jetzt bei der ZZZ offiziell einen Antrag auf Nutzung stellen, spätestens in sechs Wochen könnte es eine konkrete Antwort geben. Wie die ausfällt? „Da ist wohl alles offen“, vermutet Lenk, der aber auf eine schnelle Reaktion hofft. „Bremen hat nun mal eine große Galoppsport-Tradition. Die wollen wir weiter pflegen und hoffen, dass wir dazu die Möglichkeiten bekommen.“ Am kommenden Montag kommt die Lenkungsgruppe erneut zusammen, um über die verschiedenen Nutzungsanträge für die Galopprennbahn zu diskutieren.

Offen ist, wer Präsident des Rennvereins wird. „Wir haben entschieden, dass wir das nach den Sommerferien beschließen“, erklärte Lenk, der derzeit als Sprecher fungiert.

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