Ehemalige Vonovia-Wohnungen Die Gewoba räumt an der Lüssumer Heide auf

Nach der Übernahme von 224 ehemaligen Vonovia-Wohnungen in Lüssum durch die Gewoba sind im Quartier erste Veränderungen sichtbar. Die Gewoba lässt unter anderem Müll entfernen und die Treppenhäuser reinigen.
23.01.2020, 06:48
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Die Gewoba räumt an der Lüssumer Heide auf
Von Julia Ladebeck

Der Müll ist verschwunden, die Treppenhäuser haben eine Grundreinigung und neue Beleuchtung bekommen und in der Grünanlage sind Hecken und Bäume beschnitten worden: In den Wohnanlagen an der Lüssumer Heide sind erste Veränderungen sichtbar. Mit Beginn des neuen Jahres hat die Gewoba dort 224 Wohnungen von der Vonovia übernommen und sofort erste Maßnahmen ergriffen, die zu einer Verschönerung des Wohnumfelds beitragen sollen.

„Ad-hoc-Programm“ nennt Christine Dose, Sprecherin der Gewoba, das Bündel erster Arbeiten, in die die Gewoba 200 000 Euro investiert. Schon die Liste dieser Sofortmaßnahmen ist lang: Aus Kellern und den Außenbereichen wird Sperrmüll entfernt, die zum Teil defekte Beleuchtung in den Treppenhäusern wird ausgetauscht und ergänzt, die Eingangsbereiche werden mit einer Dauerbeleuchtung ausgestattet, um „Angsträume zu reduzieren“, wie die Gewoba-Sprecherin erläutert, im Außenbereich entfernt die Gewoba Zäune und neben den Treppenhäusern werden auch die Müllplätze gründlich gereinigt.

Auch das Thema Schimmel, über das Mieter sich seit Jahren immer wieder beklagt haben (wir berichteten), wird bereits angegangen. „Das Problem besteht vorrangig in den Bädern, die innen liegen und keine ausreichende Belüftung haben. Zum Teil sind nur Schächte, aber keine Lüftungsgeräte vorhanden“, erläutert Christine Dose. In anderen Wohnungen seien die Motoren der Lüftungsgeräte defekt. In beiden Fällen wird nun Abhilfe geschaffen. Auch die rund 60 leer stehenden Wohnungen nehmen die Gewoba-Mitarbeiter in Augenschein. „Sie sollen so hergerichtet werden, dass sie vermietungsfähig sind.“ Parallel verschaffen sich die Gewoba-Mitarbeiter bei Begehungen und in Gesprächen mit Mietern einen Überblick über bestehende Probleme, Missstände in den Wohnungen und Häusern sowie den Sanierungsbedarf.

Lesen Sie auch

Ziel sei es, so Dose, bis zum Ende des ersten Quartals ein Gesamtprogramm zu entwerfen. „Wir müssen erst einmal das Gröbste in den Griff bekommen und uns dann nach und nach den weiteren Problemen zuwenden.“ Klar ist nach Doses Worten bereits, dass die Dächer saniert werden müssen. „Auch um die Fassaden, in denen viele Risse sind, müssen wir uns kümmern.“ Unter anderem werde geprüft, ob eine sogenannte Einblasdämmung möglich ist. „Außerdem überlegen wir, wie wir die zum Teil tiefer liegenden Hauszugänge umgestalten können. Sie sollen einladender und freundlicher werden“, kündigt Dose an. Im September vergangenen Jahres standen, wie berichtet, zahlreiche der Eingänge und Keller nach einem Starkregen unter Wasser, weil Abflussrohre verstopft waren.

Christine Dose vermutet: „Es werden sich im Laufe der Zeit sicher noch weitere Themen und Probleme ergeben, die wir jetzt noch nicht alle kennen.“ Weil noch lange nicht absehbar ist, welche Arbeiten genau anstehen, sei auch eine Einschätzung der Kosten für die Gesamtsanierung der insgesamt sieben Gebäude noch nicht möglich. Langfristiges Ziel der Gewoba ist es jedenfalls, die Häuser alle auf den Stand der anderen Gewoba-Wohnungen in Lüssum zu bringen. Das Wohnungsunternehmen war dort bereits Eigentümer von 575 Mietwohnungen. Jetzt sind es knapp 800.

„Das Wichtigste für die Menschen in dem Quartier ist, dass wir jetzt anfangen und dass sie sehen, dass etwas passiert und sich entwickelt“, betont Dose. Die ersten Reaktionen der Anwohner seien jedenfalls sehr positiv, berichtete Gewoba-Kundendienstleiter Michael Borau während der jüngsten Sitzung der Stadtteilgruppe Lüssum. „Eine Mitarbeiterin der Firma, die derzeit die Treppenhäuser reinigt, hat erzählt, dass die Bewohner die Türen öffnen und Essen und Getränke anbieten, weil sie sich so freuen, dass endlich gründlich sauber gemacht wird.“

Lesen Sie auch

Auch Quartiersmanagerin Heike Binne hat bereits positive Rückmeldungen bekommen. „Viele Mieter sind in Gruppen bei uns im Haus der Zukunft aktiv. Sie sagen, dass sie sich sehr freuen, dass etwas passiert“, so Binne. Sie selbst sei ebenfalls froh über den Verkauf der Häuser an die Gewoba. „Für uns und das Quartier ist die Zusammenarbeit mit der Gewoba ein Segen.“

In einem der Häuser, das zum Verkaufspaket der Vonovia an die Gewoba gehörte, ist das Büro der Kontaktpolizisten untergebracht. In einem weiteren, Lüssumer Heide 25, befand sich bisher das Büro der Vonovia. „Das Büro gestalten wir derzeit um, machen es heller und freundlicher“, erzählte Michael Borau. Die Eröffnung des Gewoba-Servicebüros sei für den kommen Monat geplant. Immer dienstags von 13 bis 16 Uhr soll dort künftig ein Kundenberater für potenzielle Neumieter, aber auch für Anliegen der Mieter wie beispielsweise Wohnungswechselwünsche zur Verfügung stehen.

André Köster, der bisher schon als Hauswart für die Gewoba-Wohnungen am Lüssumer Ring zuständig war, kümmert sich inzwischen auch um den neuen Wohnungsbestand an der Lüssumer Heide und ist Ansprechpartner für die Mieter. Von Montag bis Freitag bietet er täglich eine Sprechzeit von 9 bis 10 Uhr an, am Montagnachmittag von 17 bis 18 Uhr. „Darüber hinaus ist er im Quartier unterwegs und kann jederzeit angesprochen werden.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+