Debatte über Blumenthaler Großprojekte

Offensive für die Stadtentwicklung

Die Blumenthaler Fraktionen wollen jetzt Antworten von Senat und Behörden, wie es mit zwei Großprojekten weitergeht – mit der Entwicklung des Zentrums und dem Campus-Plan fürs Woll-Kämmerei-Gelände.
12.02.2020, 06:30
Lesedauer: 2 Min
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Offensive für die Stadtentwicklung
Von Christian Weth

Was kann unternommen werden, um das Blumenthaler Zentrum aufzuwerten – und wie geht es mit dem Bildungscampus auf dem Woll-Kämmerei-Gelände weiter? Antworten erwarten die Beiratsfraktionen jetzt von Senat und Bürgerschaft beziehungsweise von Bildungs- und Wirtschaftsbehörde. Im ersten Fall haben sich die Parteien auf einen Fragenkatalog verständigt, im zweiten auf eine Stellungnahme mit Prüfauftrag. Beides haben sie Anfang der Woche beschlossen – und zu einem der beiden Millionenprojekte etwas erfahren, was sie vorher nicht wussten. Die Vorhaben im Überblick.

Alter Ortskern: Über das Zentrum und wie es vorangebracht werden könnte, diskutieren die Fraktionen mittlerweile seit Jahren. Auch Workshops gab es, um über den Leerstand von Läden und deren Folgen zu sprechen. Darum sollte der Senat helfen – und sogenannte Entwicklungsmaßnahmen des Städtebaus vorbereiten. Doch das ist von der Landesregierung abgelehnt worden. Hanna Augustin von der Baubehörde hat den Fraktionen am Montagabend auch gesagt, warum. Ihr zufolge sind solche Maßnahmen gerechtfertigt, wenn es beispielsweise um Baulandentwicklung geht, aber nicht, um Probleme in einem Quartier zu lösen. Nach ihren Worten hätten die Parteienvertreter nicht nach städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen nachfragen sollen, sondern lieber nach Möglichkeiten, aus dem Zentrum ein Sanierungsgebiet zu machen. Im Grunde, meint Augustin, wurde die falsche Frage gestellt. Im neuen Fragenkatalog an Senat und Bürgerschaft ist jetzt die Richtige.

Campus für Berufsschulen: Während der Januar-Sitzung des Beirats haben Planer erläutert, wo was auf dem Woll-Kämmerei-Gelände gebaut werden könnte, um aus dem Gewerbestandort auch einen Bildungsstandort zu machen. Jetzt haben die Fraktionen in einem mehrseitigen Papier deutlich gemacht, was sie an dem Konzept gut finden – aber auch, was ihrer Ansicht nach die Behörden unbedingt noch prüfen müssen. Zum Beispiel, ob der Plan der Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack für ein Trainings- und Lehrschwimmbad in der sogenannten Fliegerhalle umgesetzt werden kann, auch wenn das Gebäude eigentlich für Sporthallen vorgesehen ist. Und wie es eigentlich um die Betriebsgenehmigung des Heizkraftwerks auf dem Gewerbegrundstück steht, wenn bis zu fünf Schulen gebaut werden. Außerdem sollen die Behörden klären, ob für das angedachte Schülerwohnheim eine Fläche von 2000 Quadratmetern reicht. Antworten erwarten die Fraktionen zu einer ihrer nächsten Sitzungen.

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