Wätjens Park Frisch saniertes Tempelumfeld

Der Förderverein Wätjens Park setzt sich für den Erhalt der Grünanlage ein. Jüngst wurde der Platz um den Gedächtnistempel saniert. Viele Besucher wissen das zu schätzen, doch es gibt auch Vandalismus.
03.06.2021, 16:00
Lesedauer: 2 Min
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Frisch saniertes Tempelumfeld
Von Julia Ladebeck

Der Förderverein Wätjens Park engagiert sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der historischen Grünanlage in Blumenthal. Jüngst wurde ein zentraler Platz in dem Landschaftsgarten saniert. Viele Besucher wissen das zu schätzen, doch es gibt auch andere, die ihren Müll und Schmierereien zurücklassen. Auch dagegen geht der Verein vor – möglichst schnell, damit Nachahmer nicht ebenfalls zum Vandalismus animiert werden, wie der Vereinsvorsitzende Rainer Frankenberg betont.

Der Platz um den Gedächtnistempel in Wätjens Park kann sich nach der Sanierung der Wege und des Platzes rund um das Bauwerk inzwischen wieder sehen lassen. Mithilfe von Geld aus dem sogenannten Innovationstopf der Senatskanzlei hat der Förderverein das Umfeld des Tempels, das zuvor in keinem guten Zustand und von Unkraut überwuchert war, im Frühjahr neu gestalten lassen.

"Dieses Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, was private, ehrenamtliche Vereinsinitiativen unbürokratisch erreichen können", betont Frankenberg. Die Senatskanzlei hatte dem Verein für die Anlage 15.000 Euro zur Verfügung gestellt – unter der Bedingung, dass innerhalb von 14 Tagen die kompletten Antragsunterlagen eingereicht werden, so der Vorsitzende. Das ist dem Verein dann auch gelungen, einschließlich eigener Planung, Beteiligung der Behörden und der Auswahl aus vier Landschaftsbüros, die infrage kamen.

Mit Böske Umwelttechnik hat der Verein schließlich ein lokales Blumenthaler Garten- und Landschaftsbauunternehmen beauftragt, "das am preisgünstigsten war", betont Frankenberg. Sobald der Frost vorbei war, wurden die Arbeiten im März innerhalb von einer Woche abgeschlossen. "Und die Qualität kann sich auch sehen lassen." Um das Tempelumfeld noch etwas schöner zu gestalten, hat der Verein aus eigenen Mitteln schließlich noch eine Bank angeschafft und aufgestellt und zwei Rhododendren gepflanzt.

Der frisch sanierte Platz sei dann auch sehr gut von Besuchern angenommen worden, berichtet der Vorsitzende. "Ein Radwandererpärchen aus dem Umland war ganz begeistert." Wenig begeistert seien indes die Vereinsmitglieder gewesen, als sie Schmierereien im Umfeld der Büste von Christian Heinrich Wätjen entdeckten. Glücklicherweise, so Frankenberg, habe er die Kritzeleien selbst entfernen können. "Als dann noch ein Berg von Unrat auf der neuen Bank gelandet war, sind uns einige Besucher zuvorgekommen, die alles schön aufgeräumt haben. So wünscht man sich das", betont der Vorsitzende. Etwas resigniert fügt er hinzu: "Schmierereien und alle Formen von Vandalismus gehören heute wohl zur Normalität." Doch die Devise der Mitglieder heißt: Alles sofort beseitigen. Frankenberg: "Denn dann kommt keine lange Freude am Zerstören auf und Nachahmer sind nicht zu befürchten."

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