Einschränkung für Verkehrsteilnehmer

Bis zu drei Jahre Bauzeit für neue Lesumbrücke

Autofahrer von und nach Bremen-Nord müssen sich weiter auf Verzögerungen einstellen. Nach Angaben aus dem Beirat wird der Bau der neuen Brücke gut drei Jahre dauern - mit dann erneut verengter Fahrbahn.
22.11.2019, 06:00
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Bis zu drei Jahre Bauzeit für neue Lesumbrücke
Von Julia Ladebeck
Bis zu drei Jahre Bauzeit für neue Lesumbrücke

Die neue Lesumbrücke soll genau dort entstehen, wo derzeit noch die alte Brücke steht.

Michael Bahlo/dpa

Verkehrsteilnehmer müssen sich bis zur Fertigstellung der neuen Lesumbrücke im Verlauf der Autobahn 27 bis Ende 2028 offenbar noch auf mehrere Jahre mit stockendem Verkehr und Staus einstellen. Thomas Sauer, Abteilungsleiter beim Amt für Straßen und Verkehr und dort zuständig für alle Ingenieurs- und Brückenbauwerke in Bremen, berichtete jetzt dem Beirat Burglesum, dass für den Bau der neuen Lesumquerung, die genau an der Stelle der jetzigen Brücke entstehen wird, eine Bauzeit von bis zu drei Jahren angenommen wird – für jede Seite etwa ein Jahr bis eineinhalb Jahre. Der Verkehr wird in diesem Zeitraum so laufen wie aktuell: jeweils über eine Seite mit reduzierten Spuren.

Wie berichtet, wird nun zunächst der aktuell gesperrte, westliche Teil der Brücke (Richtung Bremen) saniert. Die Fertigstellung ist bis Ende 2020 geplant. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Bauwerk dann voll leistungsfähig sein; den Verkehrsteilnehmen stehen dann wieder jeweils drei Fahrspuren in beide Richtungen zur Verfügung – bis zum Baubeginn der neuen Brücke. Wenn alles läuft, wie geplant, könnten die Arbeiten an der neuen Lesumquerung 2025 beginnen.

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Bereits im Dezember ist die Planung eines Neubaus der Autobahnbrücke in Auftrag gegeben worden. Weil die neue Brücke auf beiden Seiten jeweils vier Meter breiter wird als die jetzige, insgesamt also acht Meter, und das Bauwerk sich in einem sogenannten FFH-Gebiet (Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) und Natura-2000-Gebiet sowie im Bereich einer öffentlichen Wasserstraße befindet, muss für das Planfeststellungsverfahren das gesamte relevante Planungsrecht, darunter das Naturschutzrecht, angewendet werden, erläuterte Sauer. „Würden wird in den Abmessungen der alten Brücke bleiben, wäre das nicht nötig“, sagte der Fachmann.

Weil aber Standspuren geschaffen werden sollen, muss die Brücke breiter werden. Für etwaige Klagen gegen den Bau haben die Planer bereits einen zeitlichen Puffer bis zum Baubeginn eingeplant. Wenn alles läuft, wie vorgesehen, soll es 2025/2026 losgehen. „Die Situation für die Verkehrsteilnehmer wird für den Zeitraum des Neubaus dann wieder so sein wie jetzt“, sagte Sauer.

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Zunächst wird der westliche Teil der Brücke neu gebaut, der Verkehr läuft in dieser Zeit über den östlichen Teil der Brücke. Wenn der Neubau fertiggestellt ist, läuft der Verkehr über diesen neuen westlichen Teil. Möglichkeiten, die Bauzeit zu verkürzen, sieht Thomas Sauer nicht. „Die Widerlager, die aus den 1930er-Jahren stammen, müssen abgerissen und dann neu gebaut werden“, sagte er.

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