Nach Parkchaos in Findorff

Neues Verkehrskonzept für Freimarkt gefordert

Nach dem Parkchaos in Findorff im Zuge des Freimarkts fordert die Grünen-Fraktion in der Stadtbürgerschaft ein neues Verkehrskonzept. Unter anderem sollen temporäre Anwohnerparkzonen geprüft werden.
06.11.2018, 16:41
Lesedauer: 2 Min
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Neues Verkehrskonzept für Freimarkt gefordert
Von Justus Randt
Neues Verkehrskonzept für Freimarkt gefordert

Falschparker an der Findorffallee.

Frank Thomas Koch

Zugeparkte Gehwege, Kreuzungsbereiche und Einmündungen rund um die Bürgerweide, im Stadtteil Findorff und sogar im für Autos gesperrten Bürgerpark. Während des 983. Freimarkts hat sich die Verkehrssituation aus Sicht der Grünen-Bürgerschaftsfraktion so sehr zugespitzt, dass sie für Anwohner, Parkplatzsuchende und Nutzer des Bürgerparks „nicht mehr hinnehmbar“ sei. Für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer seien „nicht hinnehmbare Gefahrenbereich“ entstanden. „Eine freie Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge wie Rettungswagen, Feuerwehr et cetera war nicht mehr gewährleistet.“ Die Lage bedürfe „dringend der Verbesserung“, heißt es im Entwurf eines Antrags, über den die Stadtbürgerschaft abstimmen möge. Ziel ist es, den Senat aufzufordern, „bis zum Frühjahr 2019 ein überarbeitetes Verkehrskonzept für den Freimarkt vorzulegen“.

Der Plan der Grünen, der acht Punkte umfasst, beginnt mit verbesserten Hinweisen auf den öffentlichen Personennahverkehr und den direkten Zugang zum Freimarkt über den Nordausgang des Bahnhofs. „Verbindlich dringliche Hinweise auf die Verkehrssituation“ sollten programmatischer Bestandteil der Werbung für das größte Volksfest Norddeutschlands sein. Es sei zu prüfen, ob an Feiertagen und den Freimarktwochenenden mehr Straßenbahnen, Busse und Regionalbahnen eingesetzt werden sollten. „Ein gut kommuniziertes und nutzerfreundliches Park-and-Ride-Konzept wird angeboten und überregional bekannt gemacht.“

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Im Rückblick auf den Freimarkt sagt Jens-Christian Meyer, Sprecher der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), es habe das „normale Park-and-Ride“ ab der der Universität gegeben. Was die Nutzungsfrequenz von Bahnen und Bussen während der fünften Jahreszeit betrifft, „ist es nicht so, dass wir übervoll gewesen wären“.

Ferner regen die Grünen an, dass aus dem ihrer Ansicht nach erfolgreichen Verkehrskonzept rund ums Weserstadion „Lehren“ für den Freimarkt gezogen werden sollen. In den unmittelbaren Anrainerbereichen Findorff und Weidedamm sei „das Instrument temporäre Anwohnerparkzone“ zu prüfen. Ebenso müssten beispielsweise zeitweilige Umkehrungen von Einbahnstraßenrichtungen, wie es sie in früheren Jahren gab, und Straßensperrungen für Nicht-Anwohner in Erwägung gezogen werden.

Der Bürgerpark solle durch „effektive Sperrung von potenziellen Zufahrtswegen“ geschützt werden. Dort seien beim Freimarkt „große Mengen an Fahrzeugen“ als „in dieser Form nicht gekanntes Phänomen“ hinzugekommen. Schließlich, so der Antrag der Grünen-Fraktion, müsse die Einhaltung aller Verkehrsregeln „effektiv überwacht“ und Verstöße geahndet werden.

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