Geplante Bahnwerkstatt

Standortsuche weiter in der Kritik

Ist zur Standortsuche für die neue Bahnwerkstatt schon das letzte Wort gesprochen? Soll es nun Oslebshausen sein? In der Verkehrsdeputation jedenfalls war der Wunsch nach mehr öffentlicher Diskussion zu hören.
23.04.2021, 05:00
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Standortsuche weiter in der Kritik
Von Anne Gerling
Standortsuche weiter in der Kritik

Eine Bahnwerkstatt an der Reibrake würde die Menschen in der nahe gelegenen Wohnanlage "Wohlers Eichen" stark belasten, fürchtet Ralf Schumann (Linke).

Sina Schuldt/dpa

Einen guten Monat, nachdem sich die SPD-Bürgerschaftsfraktion angesichts der damit verbundenen Arbeitsplätze für die Errichtung einer Bahnwerkstatt in Oslebshausen ausgesprochen hat, ist am Mittwoch in der Verkehrsdeputation der Bremischen Bürgerschaft erneut die ursprünglich von der Bürgerinitiative Oslebshausen und umzu aufgeworfene Frage aufgeflammt, ob es tatsächlich keine geeigneten Alternativstandorte gibt und wie engagiert nach diesen gesucht worden ist.

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Das Gremium wollte sich auf Bitte von Baudeputationssprecher Falk Wagner (SPD) an diesem Tag das weitere Verfahren zur Ansiedelung der Werkstatt an der Reitbrake darstellen lassen. Nach Nachfragen des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Hartmut Bodeit und seines Parteikollegen Michael Jonitz zum Verfahren bei der Standortwahl kreiste die Diskussion dann schnell um das Thema Alternativstandorte. Ralf Schumann (Linke) warnte davor, Gröpelingen und Oslebshausen durch die Bahnwerkstatt zusätzlich zu belasten und empfahl ebenso wie Linken-Landeschef Christoph Spehr, weitere Varianten zu prüfen. Ihre Partei sei auf jeden Fall dafür, die Arbeitsplätze in Bremen zu erhalten, so die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anja Schiemann: „Aber auch wir würden es begrüßen, wenn alternative Standorte geprüft werden.“

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Häfensenatorin Claudia Schilling und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (beide SPD) hätten bei der Bahn nach alternativen Flächen gefragt, so Verkehrsstaatsrätin Gabriele Nießen aus dem Haus von Senatorin Maike Schaefer (Grüne): „Die Antwort war Nein.“

Die Prüfung alternativer Standorte sei aber auch Teil des Planfeststellungsverfahrens und es gebe eine zweite Möglichkeit, die Debatte transparenter als bisher zu führen: „Wir sind gerne bereit, auf Einladung der Häfensenatorin – gerne auch mit der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa – ein Gespräch zu Alternativstandorten zu führen. “

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