Kommentar zum Sparkassen-Gebäude

Mehr Entgegenkommen würde guttun

Die Brüder Schapiras haben angekündigt, ihre Neubau-Pläne auf dem Sparkassen-Gelände am Brill aufzugeben. Beide Seiten sollten den Gesprächsfaden dennoch wieder aufnehmen, meint Frank Hethey.
23.06.2020, 05:00
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Mehr Entgegenkommen würde guttun
Von Frank Hethey

Welch eine verfahrene Situation: Da werden die Gespräche zwischen Stadt und Investor nach der Intervention von Bürgermeister Bovenschulte (SPD) wieder aufgenommen, nur um ein halbes Jahr später abermals zu platzen. Und diesmal endgültig, wie es scheint. Statt das viel gepriesene Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über Bremen hinaus auf den Weg zu bringen, wollen die Schapira-Brüder jetzt nur noch ein bisschen Kosmetik betreiben – das soll’s dann gewesen sein. Bleibt zu hoffen, dass die Schapiras nur bluffen, um eine Reaktion zu provozieren. Fragt sich nur, ob nicht schon zu viel Porzellan zerschlagen wurde, um noch einmal an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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Ganz sicher würde den Schapiras ein wenig mehr Entgegenkommen guttun. Die städtischen Vorgaben mehrfach zu ignorieren, ist nicht gerade dazu angetan, die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu legen. Doch inzwischen haben sich die Schapiras bewegt, der jüngste Vorschlag weicht deutlich vom Maximalziel ab. Nun wäre es an der Zeit, dass auch Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne) ihnen entgegenkommt und ein wenig mehr Verhandlungsgeschick beweist als bisher.

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