Weser-Shuttle Weser-Shuttle stellt Betrieb ein

Nach einem viermonatigen Test wurde das von Bremer Unternehmen initiierte Projekt eingestellt. Die Bilanz sieht einigen Verbesserungsbedarf, falls der Verkehr jemals wieder aufgenommen werden sollte.
04.11.2018, 18:04
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Weser-Shuttle stellt Betrieb ein
Von Marcel Auermann

Der viermonatige Test des Fährprojekt mit der „Alma“ zwischen Weserstadion und Landmark-Tower ist beendet. Und das Ergebnis scheint eher ernüchternd zu sein. Denn bis auf Weiteres werden die Fahrten nicht mehr aufgenommen. „Für einen langfristigen Einsatz einer Fähre müssen zum Beispiel die Streckenführung sowie die Anzahl der Schiffe optimiert werden. Dafür bedarf es aber nicht nur des Einsatzes privater Unternehmen, sondern auch der Initiative der Stadt. Erst dann kann eine Fortsetzung des Projekts geplant werden“, erklärt der Neusta-Gründer und CDU-Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr, Carsten Meyer-Heder. Zusammen mit Partnern wie Justus Grosse, der Zech Group, Hansewasser, Datenschutz Nord und Werder Bremen hatte er diese neue Verbindung auf dem Wasser ins Leben gerufen. Das Weser-Shuttle sollte vor allem für die Stau geplagten Pendler in die und aus der Überseestadt eine Alternative sein. Laut früheren Angaben sollen rund 250 000 Euro in die Pilot-Phase geflossen sein.

Lesen Sie auch

Die „Alma“ schipperte werktags neun Mal zwischen 7 und 19 Uhr mit Zwischenhalten am Martinianleger und auf Höhe des GOP auf der Weser entlang. Ein Einzelticket kostete vier Euro. Wer Hin- und Rückfahrt buchte, musste 6,50 Euro zahlen und konnte damit drei Stationen vom oder auf dem Rückweg zum Anleger Bus und Straßenbahn fahren. Eine Fahrtstrecke dauerte 40 Minuten – und genau dieser Aspekt wurde von etlichen Nutzern bemängelt.

Sollte also irgendwann einmal wieder die Fahrt aufgenommen werden, so ist für das Team Neusta und die beteiligten Unternehmer eines klar: Es werden schnellere Schiffe benötigt. Man habe aber auch noch andere wichtige Erkenntnisse in den zurückliegenden Monaten gewonnen. Ein Anleger auf der anderen Weserseite in der Neustadt und in Woltmershausen mit entsprechenden Zufahrts- und Parkmöglichkeiten, die Fahrradmitnahme auf der Fähre sowie der Ausbau der Strecke bis zur Waterfront seien für einen dauerhaften Fährbetrieb unerlässlich.

„Wir haben gemeinsam als Bremer Unternehmer gezeigt, dass man in kurzer Zeit ein Pilotprojekt aufs Wasser bringen kann und die Grundlage für zukünftige Gespräche mit weiteren Akteuren geschaffen“, resümiert Meyer-Heder.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+