Bäckerei Brotmomente setzt auf Handwerk Was ein gutes Brot ausmacht

Ein Brot ohne Chemie, das nicht schwer im Magen liegt und ohne Konservierungsstoffe und Fertigmehl auskommt, das ist der Anspruch des Inhabers. Eine der wichtigsten Zutaten für Qualität ist Zeit, sagt er.
28.01.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jörn Hildebrandt

„Die Leute haben Lust auf richtig gutes Brot, deshalb wird unser Angebot hervorragend angenommen“, sagt Mandy Kunde, Verkäuferin in dem Bäckerladen Brotmomente in der Friedrich-Ebert-Straße. Mitte 2019 hatte diese Bäckerei mit dem außergewöhnlich klingenden Namen neu eröffnet – angesichts der Billigangebote von Brot durch Discounter und Supermärkte war das durchaus ein Risiko, denn zahlreiche Bäckereien hielten der Konkurrenz nicht stand und gaben auf. Geschäfte mussten im Laufe der Zeit schließen, und vielerorts übernahmen Ketten das Geschäft mit den Backwaren.

„Viele Leute, die bei uns Kunden sind, schätzen das Handwerk und ein Brot ohne Chemie, das nicht schwer im Magen liegt“, sagt Mandy Kunde. Besonders ältere Leute würden in den alten Brotsorten, die sie noch von früher kennen, ein Stück Heimat wiederfinden. Aber auch viele Studenten würden die Brotsorten schätzen, die ganz ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe und ohne Fertigmehl entstünden.

Brotbacken: Der Teigling muss 48 Stunden reifen

Christian Peter Brück, Inhaber des Bäckerladens, setzt vor allem auf viel Zeit, die das Brot insbesondere vor dem Backen braucht: In seiner Backstube muss der Rohling bis zu 48 Stunden reifen, um einen Geschmack zu entwickeln, den ein Brot aus einem Backautomaten nie erreiche, wie er sagt.

Schließlich hat Christian Peter Brück in einer Zusatzausbildung zum Brot-Sommelier gelernt, wie man Brot von besonderer Qualität macht. So kann er Brot auf einen höheren Level heben – was die Kunden zu schätzen wissen, sagt er.

Kaffeebrot ist eine Bremer Spezialität

Obwohl Brotmomente weder Brötchen noch Kuchen oder Torten anbietet, ist das Angebot vielfältig: „Wir haben jeden Tag wechselnde Brotsorten“, sagt Mandy Kunde, „so können die Leute im Laufe einer Woche alle Varianten und Spezialitäten durchprobieren.“ Wie zum Beispiel Roggenmischbrot mit kastanienbrauner Kruste, Dinkelbrot mit Kürbiskernen, Walnuss-Quarkbrot oder Vollmilch- und Rosinenstuten am Wochenende. Und auch das Kaffeebrot gehört dazu, eine Bremer Spezialität: geröstetes Weißbrot mit Butter, Zucker und Zimt. In der Weihnachtszeit werden zudem auch Stollen und Klaben angeboten, so Mandy Kunde.

Brotmomente hatte auch das Glück, von den Ladenschließungen während der Corona-Pandemie nicht betroffen zu sein – und profitiert offenbar von den gestiegenen Ansprüchen von Brotgenießern, die auf saisonale und regionale Produkte und den besonderen Geschmack setzen. Der Inhaber der Bäckerei Christian Peter Brück betont jedoch, dass sein Betrieb nicht bio-zertifiziert ist und dass er dies auch nach außen kommuniziere.

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