Shoppingmeile Kreative Geschäftsideen für Vegesacker Innenstadt

Seit geraumer Zeit hat die Vegesacker Fußgängerzone mit Leerstandsproblemen zu kämpfen. Das Projekt rund um den Start-up-Wettbewerb "LosVegen" wirkt dem mit innovativen Geschäftskonzepten entgegen.
12.09.2021, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Judith Kögler

Vegesack. Der Verein Vegesack Marketing hat in den vergangenen Monaten mit dem Wettbewerb "LosVegen" für eine Ansiedlung innovativer Geschäftskonzepte in der Shoppingmeile geworben. Nun ist die Suche nach neuen Nutzern für die insgesamt sieben leer stehenden Ladenlokale in der Fußgängerzone beendet. Somit können sich die Vegesacker zukünftig auf innovative Geschäftsideen für den Einzelhandel, für den Bereich Coaching und Lehre und Beköstigung freuen.

"Es gab ungefähr 20 Interessierte, davon haben sich zwölf tatsächlich beworben. In die Endauswahl haben es dann die sechs Geschäftskonzepte geschafft, die die Jury durch ihre Qualität und Innenstadttauglichkeit überzeugen konnten", berichtet Jörn Gieschen, Geschäftsführer von Vegesack Marketing. Die Entscheidungen wurden im Rahmen einer zweieinhalb stündigen Online-Tagung anhand verschiedener Kriterien gefällt. Aspekte wie Innovationsgrad, Nutzungsvielfalt und wirtschaftliche sowie ökologische Nachhaltigkeit spielten eine große Rolle. Teil des Gewinns ist eine stark reduzierte Grundmiete im Förderzeitraum bis Ende März 2022. Zudem winkt den ausgewählten Kandidaten eine umfassende Beratung in Finanzierungs- und Werbe-Fragen durch Vegesack Marketing und den Projektentwicklern von Visionskultur.

"Wir sind sehr glücklich mit der Auswahl. Hinter den Unternehmen stecken viele interessante Gründer-Geschichten und kreative Köpfe. Wir haben eine schöne Mischung aus Ladenkonzepten gefunden, die insbesondere junge Menschen und Familien ansprechen", erklärt Gieschen. Trotzdem können noch keine genauen Angaben zu den einzelnen Standorten gemacht werden, da es stellenweise noch Verhandlungsbedarf zwischen den Unternehmern und den Vermietern der leer stehenden Immobilien gibt. 

"Wir wollen mit der Auswahl der Kandidaten insbesondere auch der multikulturellen Bevölkerungsstruktur Rechnung tragen. Außerdem hoffen wir, durch die Neubesetzung der Leerstände mit innovativen Geschäften moderne Impulse für die eher traditionell aufgestellte Fußgängerzone zu setzen", so Jörn Gieschen weiter. Auch Hachem Gharbi, Geschäftsführer von Visionskultur, die als Projektförderer den Wettbewerb begleitet haben, sieht in der Fußgängerzone großes Potenzial. "Wenn wir es durch den Wettbewerb schaffen, die Ladenflächen nachhaltig zu besetzen, kann das auch ein Anstoß für andere Unternehmer sein, Vegesack als Standort in Betracht zu ziehen", ergänzt er. Nicht nur Gharbi hebt den Aspekt der Nachhaltigkeit hervor. Auch Gieschen betont, dass nach Ablauf des Förderzeitraums die Mieter weiterhin unterstützt werden. Durch ein Stufenmodell sollen die Unternehmer mittelfristig an das Marktniveau herangeführt werden. Auf diese Weise sollen sich die Geschäfte auch langfristig halten können. "Wir hoffen, dass wir durch LosVegen dem Sterben der Fußgängerzone und besonders der Reeder-Bischoff-Straße entgegenwirken können. Es war ein sehr arbeitsintensives Projekt, dass sich definitiv jetzt schon gelohnt hat", sagt Gieschen. Der Einzug der neuen Geschäfte in die Vegesacker Innenstadt soll nun so schnell wie möglich erfolgen.

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