Bremer Landzunge

Angebote fürs Lankenauer Höft

Im Ausschreibungsverfahren für das Lankenauer Höft in Bremen konnten potenzielle Investoren bis Freitagmittag ein Angebot abgeben. Zu den Bietern zählen mindestens zwei Bremer Unternehmer.
01.03.2019, 18:27
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Elke Hoesmann
Angebote fürs Lankenauer Höft

Bis Freitagmittag konnten Interessenten ein Angebot für das Lankenauer Höft abgeben.

Detmar Schmoll

Für das Lankenauer Höft gibt es mehrere Bieter. Zu ihnen gehört Theo Bührmann von der Bührmann-Gruppe, der in Bremen unter anderem durch sein Sixdays-Engagement bekannt wurde. Für das Höft habe er zusammen mit Sebastian Mastalka ein Nutzungskonzept ausgearbeitet und in einer Bietergemeinschaft ein Angebot abgegeben, bestätigte Bührmann auf Anfrage. Mastalka ist ein Bremer Unternehmer, der eine Plattform für Urlaubsunterkünfte mitgegründet hat.

Erbbaurecht auf 99 Jahre

Die Landzunge in Rablinghausen wurde von der Stadt öffentlich ausgeschrieben. Bis Freitagmittag konnten potenzielle Investoren ein Angebot abgeben. Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) teilte auf Nachfrage lediglich mit, dass „Angebote eingereicht“ worden seien. Eine konkrete Zahl könne wegen des laufenden Verfahrens nicht genannt werden. Die WFB vergibt im Auftrag der Stadt ein Erbbaurecht mit 99-jähriger Laufzeit für das Areal zwischen Neustädter Hafen und Weser.

Lesen Sie auch

Bührmann äußerte sich angetan von dem seit Langem brachliegenden Gelände. Mit der Lage direkt am Fluss habe es ein „Singulärmerkmal“, das Gebiet sei mit Rad, Auto, Fähre und zu Fuß gut erreichbar. Dass es mit der Busverbindung hapere – das ließe sich lösen. Aus seiner Sicht wurde das Lankenauer Höft bislang „stiefmütterlich behandelt“. Bremen habe sich dabei nicht mit Ruhm bekleckert, kritisiert Bührmann. Das Areal war bereits 2016 nach der Kündigung des Restaurant-Pächters ausgeschrieben worden, ein möglicher Investor sprang aber kurzfristig ab. Für eine zeitweise Wiederbelebung des leer stehenden Lokals sorgten Zwischennutzer.

Gastronomie auf der Landzunge

Nun will die Stadt dauerhaft Leben auf der Landzunge ermöglichen. Ein künftiger Pächter soll auf dem knapp 8000 Quadratmeter großen Grundstück wieder Gastronomie betreiben. Dabei bleibt es weitgehend ihm überlassen, wie er die Flächen nutzt. Das marode Restaurant darf er abreißen, nicht aber den Radarturm. Der mögliche Investor müsste der Stadt jährlich einen Erbbauzins von mindestens 3,50 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Lesen Sie auch

Die Angebote würden nun geprüft, so eine WFB-Sprecherin. Anfang April komme eine Jury zusammen, vertreten sind Wirtschaftsbehörde, Bauressort, WFB und Ortsamt Neustadt/Woltmershausen. Im April und Mai sollen sich die Deputation für Wirtschaft sowie der Haushalts- und Finanzausschuss damit befassen. Möglichst Ende Oktober will man das Verfahren abgeschlossen haben.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+